Basis für den Nationalpark Donau-Auen

Bauer und Blochberger präsentieren Managementpläne

St.Pölten (NLK) - In Wien präsentierten heute die Landesräte Franz Blochberger und Dr. Hannes Bauer gemeinsam mit Wiens Stadtrat Fritz Svihalek und Nationalparkdirektor Mag. Carl Manzano die seit 1. Jänner 1999 für den NÖ Teil des Nationalparks Donau-Auen auf 10 Jahre gültigen Managementpläne, die ein Klärung aller Grundsatz- und Detailfragen enthalten.

Landesrat Bauer betonte bei dieser Gelegenheit, man habe damit in engster Kooperation mit der Bevölkerung ein einhellig akzeptiertes Konzept geschaffen, das nach Beseitigung diverser Hürden in Fragen der Jagd, Fischerei und allgemeinen Nutzung von beiden zuständigen NÖ Landesräten einstimmig getragen werde. Nunmehr könne man sich voll der Einhaltung der Umsetzung widmen und parallel dazu die nötigen Einrichtungen schaffen.

Landesrat Blochberger zeigte sich erfreut, daß die einstige Prophezeiung, die Region werde diese "Goldmine" noch schätzen lernen, nunmehr eingetreten sei und die teils hitzigen Debatten breiter Akzeptanz gewichen seien. Weil man stets darauf Wert gelegt habe, daß es zu keiner Fremdbestimmung komme und weil die geschaffenen Beiträte Musterbeispiele für gelebte Demokratie seien, sei es eindrücklich gelungen, eine Idee mehrheitsfähig zu machen.

Stadtrat Svihalek betonte die Wichtigkeit der Kooperation mit Niederösterreich und bekannte sich zum bundesländerübergreifenden Nationalpark. Da es aber in Wien aufgrund jahrzehntelang gewachsener Sozialstrukturen schwieriger sei, Freizeitgewohnheiten etwa im Naturschutzgebiet Lobau abzubauen, gelten die Managementpläne in Wien vorerst nur für ein Jahr, um so Spielraum für einen konstruktiven Dialog zu lassen.

Der nunmehr zwei Jahre im Amt befindliche Nationalparkdirektor Manzano erklärte die Managementpläne als Programm gewordene Perspektive, welche alle seit Hainburg offenen Fragen einer Regelung zuführe, mit der alle gut leben könnten. Beim Gewässermanagement habe sich die Wasserstraßendirektion mit den Zielen des Nationalparks identifiziert, die wirtschaftliche Nutzung spiele im Nationalpark keine Rolle mehr, das Jagdgeschehen werde maximal zurückgenommen.

In Fragen der Freizeitregelungen und des Zuganges zum Nationalpark werde es naturgemäß zu spürbaren Einschränkungen kommen, man habe aber sehr bewußt auch eine Reihe Ausnahmen zugelassen. So wird es weiterhin frei begehbare Wege, erlaubte Abweichungen von den Hauptrouten, limitierte Radwege und Zonen für den privaten Bootsverkehr geben. Bis Ostern möchte man die Regelungen allen Gemeinden bekanntgemacht haben, als größte Einrichtung soll der Wasserturm in Hainburg zu einem Besucherzentrum ausgebaut werden.

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