Greenpeace: Hohe Strommaut killt Ökostrommarkt in Österreich

Greenpeace sieht massive Gefährdung für Ökostrommarkt

wien (OTS) - Anläßlich der gestrigen Einigung der Regierungsparteien kritisierte Greenpeace heute den endgültigen 'Todesstoß' für die erneuerbaren Energien im Strombereich. Mit der Festlegung von unfairen Netznutzungstarifen für Ökostrom habe die Regierung erneut ein weiteres Hindernis für Strom aus Wind, Sonne und Biomasse/Gas erfunden. 'Man kann der Regierung nicht vorwerfen, die Verhinderung von Ökostrom in Österreich inkonsequent zu betreiben", meinte Greenpeace-Sprecher Erwin Mayer. Nach der jahrelangen Blockade von fairen Einspeisetarifen für Ökostrom hat die Bundesregierung im Dezember vergangen Jahres auch die ökologische Steuerreform begraben. 'Die jetzige überhöhte Strommaut für Ökostrom schlägt dem Faß den Boden aus', kritisierte Mayer weiter. Im neuen Stromgesetz ElWOG hat die Regierung die Möglichkeit vorgesehen, daß Ökostrom-Produzenten ihre saubere Energiequelle direkt vermarkten und jeder Österreicher somit seinen Energieversorger wechseln kann. Dies könnte nach Greenpeace einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz darstellen. Im Detail kritisierte Greenpeace die starke Abhängigkeit des Durchleitungstarifs von der Jahres-Spitzenleistung, die zu deutlich höheren Netzbenutzungs-Gebühren für Sonne,- Wind,- und Biomasse/Gas-Kraftwerken im Verhältnis zu Großkraftwerken mit fossiler oder atomarer Stromproduktion führt. Analog zur Befreiung von Pumpstrom von den Durchleitungstarifen solle laut Greenpeace auch Ökostrom bis zur Erreichung eines Marktanteils von 5% diesem gleichgestellt werden.

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