Angebliche Lebensmittelvergiftung war Grippewelle

Stellungnahme der Caritas Wien zur Sachverhaltsdarstellung betreffend das Pflegeheim in Wien Mauer

Der Pressedienst der Caritas gibt im Zusammenhang mit einer kürzlich bei der Staatsanwaltschaft eingegangenen und den Medien zugespielten anonymen Sachverhaltsdarstellung folgende Stellungnahme:

1.Es wird behauptet, daß einige Bewohner des Hauses Mauer an den Folgen einer Lebensmittelvergiftung Ende Dezember/Anfang Jänner verstorben sind.

Das ist unwahr. Nach den vorliegenden Informationen und den spitalsärztlichen Befunden wurden in keinem einzigen Fall eine Lebensmittelvergiftung diagnostiziert. Einige Diagnosen wurden sogar durch Obduktionen bestätigt.

2.Es wird behauptet,daß nach der Weihnachtsfeier im Haus Mauer, am 21. Dezember 1998, mehrere Mitarbeiter und Bewohner an Erbrechen, Durchfall und Fieber erkrankten.

Das ist unwahr. Weder stehen der später ärztlich diagnostizierte grippale Infek noch die Lungenentzündung der betroffenen Personen in einem Zusammenhang mit der Weihnachtsfeier, noch wurden von den Ärzten irgendwelche Symptome einer Lebensmittelvergiftung festgestellt.

3.Es wird behauptet, daß den Erkrankten ärztliche Hilfe vorenthalten wurde.

Das ist unwahr. Sowohl der betreuende Hausarzt als auch dessen Vertretung, als auch Notarzt und Krankenhausärzte waren mit der medizinischen Versorgung, der an grippalem Infekt Erkrankten betraut.

4.Es wird behauptet, daß einige Todesfälle Ende Dezember und Anfang Jänner auf die Weihnachtsfeier oder auf mangelnde medizinische Versorgung zurückgehen.

Das ist unwahr. So wurde beispielsweise eine der betroffenen Patientinnen schon seit Monaten über eine Magensonde, mit Spezialnahrung, ernährt und konnte naturgemäß kein Essen zu sich nehmen. Alle erkrankten Bewohner wurden sofort nach Auftreten der Grippe-Symptome medizinisch versorgt. Das geht auch aus der schriftlichen Pflegedokumentation hervor.

"Ein für junge und gesunde Menschen harmloser grippaler Infekt und umso mehr eine Lungenentzündung, können für pflegebedürftige Menschen im hohen Alter zur tödlichen Gefahr werden," betonte Caritas-Chefarzt Franz Zdrahal. Die betroffenen Heimbewohner waren zwischen 83 und 97 Jahre alt."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Elisabeth Hotter, Öffentlichkeitsarbeit, T: 01/878 12-139

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAR/09