Zweischneidiges Schwert: Der Euro bedroht die Vorherrschaft des Dollar, bietet aber auch neue Investmentchancen für US-amerikanische Unternehmen

El Segundo, Kalifornien (ots-PRNewswire) - Die Studie der Computer Sciences Corporation bietet die erste Analyse der langfristigen Auswirkungen des Euro auf die weltweiten Finanzmärkte.

Einerseits ist es sicher, daß die Europäische Währungsunion US-Finanzdienstleistern neue Marktchancen bietet. Andererseits stellt der Euro, die neue einheitliche europäische Währung, auch eine Herausforderung für den Dollar als weltweit vorherrschende Reservewährung dar. Dies besagt eine neue Studie der Computer Sciences Corporation (New Yorker Börse: CSC).

Die Studie besagt allerdings auch, daß die mit der Umstellung auf den Euro verbundenen strukturellen und institutionellen Gegebenheiten dazu führen werden, daß der Euro als Ersatz für den Dollar in seiner Funktion als Reservewährung nicht vor Ablauf von fünf bis sieben Jahren in Frage kommt, und nicht schon im nächsten Jahr, wie einige Marktvorhersagen meinten.

Die CSC Studie mit dem Titel "The Flow of Funds Through Securities Markets in Euro" - Der Fluß der Finanzen an den Wertpapiermärkten in Euro - analysiert die Spar- und Investmentkanäle und Nachfragequellen nach Fonds, die das Entwicklungstempo des Euro beeinflussen werden. Die Studie basiert auf Interviews mit Anlagemanagern und Entscheidungsträgern von Finanzinstitutionen und den entsprechenden staatlichen Stellen in den USA und in Europa. Die Studie ist in Zusammenarbeit mit der International Securities Market Association veröffentlicht worden.

"Die herkömmliche Schulweisheit überschätzt das Tempo, mit dem sich Veränderungen in der europäischen Wirtschaftszone einstellen werden", erklärt Robert Keen, Leiter von EMU Consulting der CSC in London. "Wenn die strukturellen Probleme in ungefähr fünf bis sieben Jahren gelöst sein werden, wird die kumulative Auswirkung des Euro groß sein. Es wird eine massive Umorientierung der Investmentportfolios zugunsten des Euro stattfinden, wodurch die Bedeutung des Dollar auf der weltweiten Finanzbühne abnehmen wird."

Einschränkungen in der europäischen Wirtschaftszone
Der grenzüberschreitende Wertpapierhandel wird zwar zunehmen, da die Investoren den ihre eigenen Währungen betreffenden Investitionsbeschränkungen nicht mehr unterliegen. Die Studie stellt aber fest, daß es kurzfristig aufgrund des Gewirrs der strukturellen Einschränkungen keinen großen Unterschied in den Finanzmärkten in der europäischen Wirtschaftszone geben wird (Unter europäische Wirtschaftszone sind die 11 Länder der Europäischen Union (EU) zu verstehen, die an der Währungsunion teilnehmen).

"Die europäischen Finanzmärkte werden zunächst ungeordnet bleiben. Nationale Bestimmungen, institutionelle Strukturen und Distributionskanäle werden mehr oder weniger unverändert bleiben trotz der Einführung des Euro", sagt Keen.

Laut der Studie sind die gravierendsten Einschränkungen:

- die Fähigkeit des privaten Sektors, einen transeuropäischen Rentenfonds zu entwickeln. Es ist eine Lösung in Arbeit, einen nationalen Rentenfonds durch Privatisierung mit Kapital zu versorgen. Laut Studie wird dies jedoch beträchtliche Zeit in Anspruch nehmen, und es ist zweifelhaft, ob die grenzüberschreitende Implementierung erfolgreich sein wird.

- die Fähigkeit der Lebensversicherungsbranche zur Reform. Die Lebensversicherungsbranche wird Probleme damit haben, sich von einem Anbieter technisch undurchlässiger Produkte zu einem von übergreifenden Lebensversicherungsprodukten zu transformieren. Im Ergebnis, folgert die Studie, wird es für unabhängige Firmen für das Investmentmanagement viel schwieriger sein, in Europa Erfolg zu haben.

- das Ausmaß, in dem die Technologie eine treibende Kraft sein kann. Wie in den USA bereits geschehen, werden die aufstrebenden Technologien die europäischen Märkte in ähnlicher Weise beeinflussen. Der europäische Verbraucher wird laut Studie jedoch viel langsamer seine finanziellen Beziehungen neu ordnen, und zwar einfach aufgrund der Technologie.

- die Fähigkeit der Europäischen Kommission, einen einzigen Markt für Anlagefonds zu schaffen. Obwohl die Europäische
Kommission es jetzt zuläßt, daß ein Fonds, der in seinem Heimatland verwaltet wird, europaweit vermarktet wird, muß der Fonds den nationalen Vermarktungsbestimmungen entsprechen, die ein Durcheinander restriktiver Regeln darstellen. Ein ähnlicher Vorschlag wurde gemacht, um dieselben "Paß"-Privilegien auf der Ebene Investmentmanager/Fonds zu eröffnen. Die Studie hält es trotzdem für unwahrscheinlich, daß die Branche der Investmentfonds
jemals ein vergleichbares Ausmaß der Vorherrschaft wie in den USA erreichen wird, es sei denn, die nationalen Bestimmungen treten hinter gemeinsamen europäischen zurück.

Auswirkungen des Euro auf den US-Markt
Der Glaube, daß die Europäische Währungsunion dem US-Markt ähneln wird, wird von der Studie nicht geteilt. Zum ersten Mal in der Geschichte wird es eine Währung mit 11 unterschiedlichen Rechtssystemen, 11 unterschiedlichen Steuersystemen und zahlreichen institutionellen Einschränkungen aufgrund von vorhandenen nationalen Rahmenbedingungen geben. Laut Studie wird sich daraus ergeben, daß die europäische Wirtschaftszone aufgrund der nationalen, kulturellen und industriellen Kräfte in Europa ein Staatengebilde sein wird, das nicht dem der USA entspricht.

Die Studie kommt jedoch zu dem Schluß, daß der Euro Angebot und Nachfrage nach US-Vorbild schaffen wird, da die Kräfte am Markt neue Dienstleistungen schaffen und die Märkte für Investoren und Unternehmungen inner- und außerhalb der europäischen Wirtschaftszone offener werden.

"Die großen vielseitigen US-amerikanischen Finanzinstitutionen sind gut positioniert, um sich die durch den Euro entstehenden Marktchancen zunutze zu machen", sagte Greg Wojcieszak, Financial Services Practice Manager in der Consulting Group von CSC. "Die Marktchancen können nach Schwerpunkt und Infrastruktur sowie ihrer Skalierbarkeit in ganz Europa unterteilt werden. Aus der Marketingperspektive werden außerdem grenzüberschreitende "Marken"-Probleme nicht in denselbem Ausmaß wie derzeit existieren, da die für Europa zuständigen Investmentmanager alle auf dem in etwa gleichen Spielfeld tätig sein werden.

"Im allgemeinen werden die neuen Marktchancen langsam hervortreten, und zwar hauptsächlich abhängig davon, wie schnell die Umstellungen in der europäischen Wirtschaftszone eintreten, und von der Fähigkeit der US-amerikanischen Firmen, mit den Veränderungen Schritt zu halten", erklärte Wojcieszak.

Weitere Informationen sowie eine schriftliche Version der Studie erhalten Sie von CSC unter der Rufnummer (USA) 800-272-0018.

Die Computer Sciences Corporation unterstützt ihre Kunden in der Industrie und den staatlichen Stellen dabei, die Informationstechnologie zur Realisierung strategischer und operativer Ziele zu benutzen. Die Firma entwickelt individuelle Unternehmenslösungen, die von den weltweit 47.000 Mitarbeitern in 700 Büros für Gebiete wie Managementberatung für die Informationstechnologie, Systemberatung- und -integration, operativer Support und Ausgliederung der Informationsdienstleistungen angeboten werden. Seit der Firmengründung im Jahre 1959 ist CSC bekannt für Flexibilität im Umgang mit den Kunden. Die Firma hat keine Exklusivverträge mit Hard- oder Softwarefirmen und ist somit in der Lage, auf die Bedürfnisse des einzelnen Kunden zugeschnittene Lösungen umzusetzen und zu verwalten. Der Firmensitz ist in El Segundo, Kalifornien. CSC hatte in den 12 Monaten, die am 2. Oktober 1998 endeten, Einnahmen in Höhe von 7,1 Milliarden Dollar. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet auf der Firmenwebseite unter der Adresse www.csc.com.

ots Originaltext: Computer Sciences Corporation
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