Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer NÖ

LH Pröll: 1999 gekennzeichnet von Optimismus

St.Pölten (NLK) - Beim gestrigen Neujahrsempfang der Wirtschaftskammer NÖ in Wien sagte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, nach Jahrzehnten harter, steiniger Arbeit, bedingt durch geographische und politische Standortnachteile, sei 1999 gekennzeichnet durch Optimismus.

National und international würden Niederösterreich exzellente Zeugnisse ausgestellt. Eine europäische Statistik weise Niederösterreich als viertbeste unter 250 Regionen puncto Arbeitsmarktdaten und als beste puncto Jugendbeschäftigung aus. Den Strukturwandel habe man rasch und effizient bewältigt, bei der Zahl der Betriebsansiedlungen liege Niederösterreich im Vergleich der Bundesländer ganz vorne. Niederösterreich habe im Gegensatz zum bundesweiten Trend einen wirtschaftlich erfolgreichen Weg eingeschlagen und werde diesen konsequent weitergehen. Als Herausforderungen für die Zukunft nannte Pröll die Arbeitsmarktsituation für die über 50jährigen, auf deren Erfahrung man nicht verzichten wolle und könne, sowie die Frauenbeschäftigung.

Hinsichtlich der geographischen Erweiterung Europas stehe man vor der Aufgabe, sich darauf einzustellen, daß die Chance eines millionenfachen Marktes vor der Haustür optimal genützt und die Risken minimiert werden. Das NÖ Fitneßprogramm werde das Land so stark machen, daß es die Herausforderung annehmen könne.

In bezug auf eine möglicherweise bevorstehende Anklage Niederösterreichs in Brüssel sagte der Landeshauptmann abschließend, die Empfehlung eines Generalanwaltes sei noch lange kein Urteil. Man habe zudem ohne Einspruch des Bundes oder der EU stets auf Grundlage des gültigen Vergabegesetzes gehandelt und die Aufträge aus Überzeugung nicht gestoppt, um hohen Schaden für das Land zu vermeiden. Bei acht Milliarden Investition an Steuergeldern der Landsleute sei es für ihn selbstverständlich, daß eine möglichst hohe Wertschöpfung der heimischen Wirtschaft zugutekommen solle.

NÖ Wirtschaftskammer-Präsident Ing. Peter Reinbacher präsentierte als Hausherr das neue Markenzeichen "Unternehmenswertes Niederösterreich" und verwies darauf, daß Niederösterreich mit einem Plus von 6.000 Beschäftigten und einem Minus von 1,5 Prozent real sinkender Arbeitslosenrate ein Trendbrecher am Arbeitsmarkt sei. Das Land sei allen anderen Bundesländern weit voraus und könne bis über das Jahr 2000 hinaus größere Wachstumswerte erwarten.

Weil Aus- und Weiterbildung der Schlüssel zum Arbeitsmarkt sei, müsse man weiter auf Qualifizierungsoffensiven setzen. Die Senkung der Sozialversicherungsbeitragsgrundlage für Jungunternehmer wertete Reinbacher als Signal in die richtige Richtung, hinsichtlich des ungerechten Steuersystems müsse aber noch viel geschehen, etwa durch Abschaffung der Erbschaftssteuer.

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