Wiener LIF zu B3: "Hakenvariante" durch den Grüngürtel planerisch und ökologisch bedenklich!

Pöschl: "Variantenprüfung und Bürgerbeteiligung nur eine teure Farce?"

Wien (OTS) Die vom Verkehrsexperten Snizek ins Spiel gebrachte Variante der B3 löste heute wenig Begeisterung beim Verkehrssprecher des Liberalen Forums GR Hanno Pöschl aus. "Der Kniefall vor den drei Kleingartenbesitzern geht in der vorgeschlagenen Variante voll zu Lasten des durch den Gemeinderat unter Schutz gestellten Grüngürtels in diesem Bereich. Eine derartige Variante ist für uns unvorstellbar", sagte Pöschl. In der besagten Variante soll die sogenannte B232 die B3 teilweise ersetzen. Diese B232 läuft aber direkt durch geschützte Grünflächen, die zur Realisierung eines Frei- und Grünraumkonzeptes im Nordosten Wiens unerläßlich sind, und ist daher aus ökolgischer Sicht keinesfalls zu befürworten.

"Sollte Stadtrat Görg sich für die neu ins Spiel gebrachte Variante entscheiden, muß er sich den Vorwurf gefallen lassen, daß die sogenannte Bürgerbeteiligung und Variantenprüfung, die über ein Jahr gedauert hat, eine ziemlich teure Farce war. Eine derartige Verschwendung von Steuermitteln ist aus unserer Sicht unverantwortlich", so Pöschl.

Nach Ansicht der Liberalen steht zudem auch die Glaubwürdigkeit der Politik auf dem Spiel. "Man kann nicht ExpertInnen, PolitikerInnen und BürgerInnen ein Jahr lang arbeiten lassen und dann erklären, daß es sich um eine reine Beschäftigungstherapie gehandelt hat. So geht der letzte Rest an Glaubwürdigkeit verloren", sagte der liberale Verkehrssprecher.

"Eine Zustimmung des Liberalen Forums ist jedoch bei einer weisen Variantenentscheidung von Stadtrat Görg weiterhin möglich", so Pöschl. Bereits im Herbst 1997 hatten die Liberalen ja ihre Forderungen zum geplanten Bau der B3 präsentiert. "Ein Teil unserer Forderungen wurde im Planungsverfahren auch tatsächlich berücksichtigt", so Pöschl.

Eine Zustimmung zum Bau der B3 sei allerdings nur dann möglich, wenn auch die noch offenen Forderungen der Liberalen erfüllt würden, so Pöschl. Dies seien Forderungen, die den Bereich Öffentlicher Verkehr einerseits und motorisierter Individualverkehr andererseits betreffen. "Wir fordern in Zusammenhang mit der Errichtung der B3 weitreichende Rückbaumaßnahmen, Verkehrsberuhigung und Umgestaltung des Straßenraumes ebenso wie umfassende Verbesserungen des öffentlichen Verkehrs", sagte der liberale Verkehrssprecher.

Dabei sei allerdings zu beachten, daß die für die Umsetzung nötigen Finanzmittel von den Bezirken zur Verfügung gestellt werden müssen. "Deshalb muß von vorne herein gesichert werden, daß die finanzielle Bedeckung auch gewährleistet ist. Der politische Wille alleine, der zwar durchaus vorhanden ist, reicht nicht aus", so der liberale Gemeinderat abschließend.

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