Die öst. Zahlungsbilanz in der Periode Jän. bis Nov. 1998

Wien (OTS) - Im November 1998 war das Defizit der
Leistungsbilanz auf Cash-Basis mit rund 6 Mrd S um 2 Mrd S
geringer als im November 1997.

Für die gesamte Periode Jänner bis November 1998 zeigte die Leistungsbilanz nach ersten Berechnungen mit - 46 Mrd S
(- 3,3 Mrd Euro) ein um rund 7 Mrd S (0,5 Mrd Euro) geringeres Defizit als im entsprechenden Vergleichszeitraum 1997. Diese Verbesserung errechnet sich aus einem um 13 Mrd S höheren Überschuß in den Dienstleistungen, dem verstärkte Nettoabflüsse in den Teilsalden Warenzahlungen, Einkommen und laufende
Transfers entgegenwirkten.

Das gleich hohe Wachstum der Exporterlöse und Import-
zahlungen um jeweils 8 % führte zu einer geringfügigen Verschlechterung (rund 2 1/2 Mrd S) des Defizits der
Warenzahlungen.

Mit einem Wert von etwas über 37 Mrd S lag das Aktivum der Dienstleistungen um fast 13 Mrd S über dem Vergleichsniveau
1997, wozu der Reiseverkehr über 10 Mrd S beitrug. Die
Einnahmen aus dem Reiseverkehr erhöhten sich um 4 % bzw. knapp
5 Mrd S auf rund 128 Mrd S, während die Ausgaben um 5 % bzw.
5 1/2 Mrd S auf 110 Mrd S abnahmen.

Der positive Saldo der Einkommen schrumpfte von einem
Überschuß von rund 2 1/2 Mrd S im Jänner bis November 1997 auf etwa 1/2 Mrd S im Berichtszeitraum. Die laufenden Transfers
wiesen mit etwas über 24 Mrd S einen um etwa 1 1/2 Mrd S gestiegenen Abgang auf.

Das Defizit der Vermögensübertragungen erhöhte sich geringfügig von einer 3/4 Mrd S auf 1 Mrd S.

Die gesamte Kapitalbilanz wies in den ersten elf Monaten
1998 einen Nettokapitalimport von insgesamt 56 1/2 Mrd S
(4,1 Mrd Euro) auf gegenüber 44 Mrd S (3,2 Mrd Euro) in der Vergleichsperiode.

Die Direktinvestitionen Österreichs im Ausland beliefen sich
auf netto 24 Mrd S gegenüber 18 Mrd S. Die Direktinvestitionen
des Auslandes in Österreich betrugen in der Berichtsperiode
netto 26 Mrd S gegenüber 18 Mrd S in den ersten elf Monaten
1997.

Inländer kauften von Jänner bis November 1998 ausländische Wertpapiere im Wert von 157 Mrd S, dies sind um 15 Mrd S mehr
als in der Vergleichsperiode 1997. Umgekehrt erwarben Ausländer inländische Wertpapiere im Wert von 178 Mrd S gegenüber
141 Mrd S.

Die sonstigen Investitionen schlossen mit einem Netto-kapitalimport von 71 Mrd S gegenüber einem Nettokapitalimport
von nur 5 1/2 Mrd S in der Vergleichsperiode des Jahres davor.

Die offiziellen Währungsreserven - seit Berichtsmonat Jänner 1998 ebenfalls Bestandteil der Kapitalbilanz - zeigten in der Berichtsperiode transaktionsbedingt eine Zunahme um
37 1/2 Mrd S.

ZAHLUNGSBILANZDATEN FÜR

November Jän.-Nov.
1997 1998 1997 1998
in Mrd S

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Leistungsbilanz ................ -8,4 -6,2 -53,1 -46,0 ---------------------------------------------------------------

Warenzahlungen .............. -6,0 -6,5 -57,1 -59,5 Eingänge ................. 66,5 69,0 716,0 774,4 Ausgänge ................. 72,6 75,5 773,1 833,9 Dienstlseitungen ............ 0,0 0,5 24,4 37,2 Eingänge ................. 18,8 18,5 250,8 267,2 Ausgänge ................. 18,8 18,1 226,4 230,0 hievon: Reiseverkehr ...... -2,4 -1,1 7,3 17,7 Eingänge ................. 6,2 7,0 123,0 127,8 Ausgänge ................. 8,6 8,1 115,7 110,1 Einkommen ................... -0,3 1,9 2,4 0,6 Eingänge ................. 8,2 10,3 105,3 109,5 Ausgänge ................. 8,4 8,5 102,8 108,8 Laufende Transfers .......... -2,1 -2,0 -22,8 -24,4 Eingänge ................. 2,5 2,6 27,7 29,9 Ausgänge ................. 4,5 4,6 50,6 54,2

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Vermögensübertragungen ......... 0,0 -0,3 -0,8 -1,1 ---------------------------------------------------------------

Kapitalbilanz .................. 13,4 0,6 44,1 56,5 ---------------------------------------------------------------

Direktinvestitionen ......... -1,2 -1,2 -0,1 2,4 Portfolioninvestitionen ..... 6,8 12,4 -0,8 20,9 Sonstige Investitionen ...... 2,0 0,9 5,4 70,8 Offizielle Währungsreserven 1) 5,8 -11,5 39,5 -37,6

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Statistische Differenz ......... -5,0 5,8 9,8 -9,3 ---------------------------------------------------------------

1) Zunahme: -; Abnahme: +.
Rundungen können Rechnungsdifferenzen ergeben.

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