125.000 CDs via Internet verkauft - Wert übersteigt 400 Mio. Mark

BSA deckt größten Fall von CD-ROM-Piraterie in Europa auf

Wien (OTS) - Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der dänischen Polizei präsentierte die Business Software Alliance (BSA) heute die Einzelheiten ihres bisher größten Falls von Internet- und CD-ROM-Piraterie in der Europäischen Union. Die Fälscherorganisation, die von Dänemark aus operierte, hatte 125.000 CD-ROMs mit illegaler Software im Gesamtwert von über 400 Millionen Mark produziert. Die CDs, in verschiedenen Ländern der EU professionell hergestellt, wurden via Internet unter den Titeln "Best of Internet", "Silverado" und "Vegas" vermarktet.

1997 erhielt die BSA verschiedene Hotlinehinweise auf illegale CD-ROMs, die über eine dänische Website angeboten wurden. Testkäufe verdichteten diese Hinweise und der Fall wurde der dänischen Behörde für Computerkriminalität übergeben.

Die folgenden Ermittlungen bestätigten eine professionell organisierte Massenproduktion von 125.000 CDs mit englischer Software der Hersteller Adobe, Autodesk, Corel, Microsoft und Symantec, die via Internet angeboten wurden.

Die Fälscherorganisation wurde aufgedeckt und mehrere Personen dänischer Nationalität verhaftet. Auch die Hersteller der CDs sowie ein Teil der Kunden konnten bereits identifiziert werden. Die BSA kündigte weitere rechtliche Schritte und Schadensersatzforderungen sowohl gegen die Beteiligten als auch gegen die Käufer an.

Dazu Kevin Lara, Vorsitzender des europäischen BSA-Kommitees: "Dies ist ein alarmierendes Beispiel für organisierte Softwarepiraterie mit professionell strukturierter Produktion und Vertrieb."

Lara lobte die dänische Polizei für ihre konsequenten Ermittlungen und warnte: "Wer eine derartige CD mit einer Sammlung von Business Software zu einem günstigen Preis kauft, ist im Besitz gestohlener Ware."

Im Zusammenhang mit den Ermittlungen unterstrich die BSA die Kooperationsbereitschaft des Internet Service Providers, ohne den die Fälscher und Käufer nicht hätten aufgedeckt werden können.

"Von dem Internet Service Provider erhielt die BSA den ersten Hinweis über die Hotline", lobte Frank Steinhoff, Sprecher der BSA für Zentraleuropa und Geschäftsführer von Adobe Systems, das Verantwortungsbewußtsein des Service Providers. "Internetkriminalität jeder Form kann nur in enger Zusammenarbeit mit Service Providern bekämpft werden, und wir erfahren von dieser Seite zunehmende Unterstützung", so Frank Steinhoff weiter. So konnte durch eine derartige Kooperation in den Benelux-Staaten die Internetwerbung für illegale CDs um 85 Prozent reduziert werden.

Für Informationen und Hinweise zu Softwarepiraterie und Lizenzmanagement ist die BSA in Österreich über die gebührenfreie Hotline erreichbar: 0660/7252.

Informationen zur BSA

Seit 1988 setzt sich der internationale Interessenverband Business Software Alliance (BSA) weltweit für den Schutz von Software als geistiges Eigentum ein. Ziel der BSA ist es, sowohl mit Aufklärungsprogrammen als auch gezielten Strafanträgen der betroffenen Herstellerfirmen, das weltweit große Volumen an raubkopierter Software einzudämmen. In diesem Zusammenhang unterstützt der Verband die weltweite Harmonisierung entsprechender Gesetze im Interesse eines freien Technologiehandels. Weltweite Mitglieder der BSA sind Adobe, Apple Computer, Attachmate, Autodesk, Bentley Systems, Compaq, Corel, IBM, Intel, Intuit, Lotus Development, Microsoft, Network Associates, Novell, Sybase, Symantec und Visio.

Weitere Informationen: Business Software Alliance, Postfach 54, 1131 Wien Hotline: Tel. 0660/7252 Webpage: www.bsa.or.at Internationale Webpage: www.bsa.org

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