Europäische Spitzenforscher entwickeln in Seibersdorf neue Werkstoffe für die Luft- und Raumfahrt

Seibersdorf (OTS) - Gastforscher aus Industrie und Wissenschaft nutzen die Infrastruktur des bei den Austrian Research Centers Seibersdorf (ARCS) angesiedelten ,,Aerospace Materials Technology Testhouse" (AMTT) für die Entwicklung, Charakterisierung und Qualifikation von Werkstoffen und deren Herstellungstechnologien für die europäische Luft- und Raumfahrt. Das AMTT hat im Vorjahr als einzige österreichische Forschungsinstitution im Rahmen des EU-Förderungsprogrammes ,,TMR" (Training and Mobility of Researchers) den Status einer Großforschungseinrichtung erhalten.

Mit einem Gesamtaufwand von rund 11,6 Mio. sollen insgesamt 40 Forschungsaufenthalte aus dem ,,TMR"-Topf von April 1998 bis April 2000 gefördert werden. Die ,,TMR"-Programminitiative fördert die Vernetzung der europäischen Forschung und Entwicklung (F&E) durch die Kostenübernahme von F&E-Tätigkeiten an Großforschungseinrichtungen. In den Genuß der Finanzierungsmittel kommen nicht nur Forscher aus dem EU-Raum, sondern auch aus den mit der Europäischen Union assoziierten Ländern.

Im Rahmen der zwei bereits erfolgten Ausschreibungsrunden im Vorjahr wurden 28 Anträge zur Nutzung der AMTT-Infrastruktur in Seibersdorf bewilligt. Der nächste Call soll zur Jahresmitte 1999 erfolgen. Im Schnitt stehen die ARCS-Einrichtungen den Forschern rund 30 Tage für ihre Versuche zur Verfügung. ,,Die Gastforscher kommen aus Deutschland, Frankreich, England, Italien, Spanien, Schweden, Norwegen, Finnland, Israel und Österreich", erklärt DI Dr. Ernst Semerad vom ARCS-Bereich Werkstofftechnik. Die Forscher repräsentieren Firmen und Institutionen, wie z.B. die DASA/Dornier-Satellitensysteme, Krupp, VOLVO, European Space Agency, Aerospatioale Frankreich, Alenia Areospazio, MAN Technologie sowie -aus Österreich - Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik und Fischer Advanced Composite Components.

Dem Status der Großforschungseinrichtung wird das AMTT am Standort Seibersdorf durch das dort vorhandene breite Instrumentarium an Untersuchungs- und Analysemöglichkeiten gerecht. Zum umfangreichen Equipment des ARCS-Bereiches Werkstofftechnik zählen u.a. Analysemethoden zur Bestimmung weltraumrelevanter Materialeigenschaften wie das Ausgasverhalten von Werkstoffen, hochleistungsfähige Elektronenmikroskope, Oberflächenanalyseverfahren sowie Instrumente zur Analyse der thermophysischen und mechanischen Eigenschaften. Neben dem Seibersdorfer-AMTT existieren europaweit weitere 109 Großforschungseinrichtungen.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

DI Dr. Ernst Semerad
Geschäftsfeld Hochleistungswerkstoffe
Bereich Werkstofftechnik
Austrian Research Centers Seibersdorf
Tel: 02254/780 Dw3322
Email: ernst.semerad@arcs.ac.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OFS/OTS