Merck: Wachstum verlangsamt / Umsatz erstmals über 8 Milliarden

Darmstadt (ots) - Nach einer sehr guten Geschäftsentwicklung im Jahr 1997 hat sich das Umsatzwachstum der weltweit tätigen Merck-Gruppe im vergangenen Jahr verlangsamt. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, wird für 1998 mit einem Umsatz von 8.118 Mio DM ( Vorjahr: 7.974 Mio DM) gerechnet, das entspricht einem Zuwachs von 1,8 Prozent. Maßgeblichen Anteil an dem verlangsamten Wachstum hatten die Währungsturbulenzen in Asien und Lateinamerika. Gerechnet in lokalen Währungen ist das Geschäft in Asien und Ozeanien zweistellig gewachsen. Währungsbereinigt erhöhte sich der Umsatz um 4,2 Prozent. Der Einfluss des Verkaufs und Kaufs von jeweils sieben Unternehmen bzw. Geschäften wirkte sich auf den Umsatz mit einem Minus von 0,3 Prozent aus. Der Pharmabereich wuchs um 2,7 Prozent auf 4.684 Mio DM (4.559 Mio DM). Der Unternehmensbereich Labor erzielte 1.887 Mio DM (1.862 Mio DM), was einer Steigerung um 1,4 Prozent entspricht. Der Bereich Spezialchemie blieb nahezu auf Vorjahresniveau. Der Umsatz ging leicht um 0,3 Prozent auf 1.499 Mio DM (1.504 Mio DM) zurück. Merck Darmstadt erzielte einen um 0,4 Prozent gestiegenen Umsatz von 1.906 Mio DM (1.899 Mio DM). Hier macht sich die Ausgliederung des Biomaterialien-Geschäftes bemerkbar, sonst wäre eine Steigerung von 2,0 Prozent erreicht worden.

Pharma

Das Pharmageschäft zeigte auch 1998 eine positive Entwicklung. Bei dem Umsatzanstieg von 2,7 Prozent müssen die stark negativen Währungseinflüsse sowie Verkäufe und Akquisitionen berücksichtigt werden. Korrigiert man den Umsatz um diese Einflüsse, ergibt sich ein Zuwachs von 6,3 Prozent. Der Umsatz der pharmazeutischen Industrie weltweit ist um ungefähr 6 Prozent gestiegen. Das weltweite Geschäft mit Originalpräparaten nahm um 1,6 Prozent auf 2.935 Mio DM leicht ab, bereinigt um Währungseinflüsse und Verkäufe stieg der Umsatz um 7,4 Prozent. Weiterhin dynamisch wächst der Generika-Umsatz mit einem Plus von 23,8 Prozent auf 872 Mio DM (704 Mio DM). Das Selbstmedikationsgeschäft (OTC) verzeichnete eine Umsatzausweitung von 7,9 Prozent auf 441 Mio DM (408 Mio DM). Bei dem Geschäft mit Röntgenkontrastmitteln hat sich das Volumen positiv entwickelt, der Preisdruck hat sich deutlich vermindert und dies besonders im 4. Quartal. Der Jahresumsatz ging um 6,0 Prozent auf 436 Mio DM (464 Mio DM) zurück. Die neuen Produkte, z.B. für die Ultraschall-Diagnostik, werden in diesem Jahr wieder zu einem Wachstum beitragen.

Labor

Der Unternehmensbereich Labor setzte die gute Entwicklung des vergangenen Jahres fort und wuchs um 1,4 Prozent auf 1.887 Mio DM (1.862 Mio DM). Währungsbereinigt lag der Umsatzanstieg bei 3 Prozent. Das Wachstum kam ausschließlich aus Europa und Nordamerika. Kleinere Zukäufe und Verkäufe im Rahmen der laufenden Bereinigung und Neuausrichtung des Portfolios haben sich in etwa ausgeglichen. Erneut sehr stark zeigte sich das Geschäftsfeld Laborbedarf mit einem Plus von 10,2 Prozent auf 849 Mio DM (770 Mio DM). Für 1999 wird für den Unternehmensbereich Labor mit einer stärkeren Umsatzsteigerung gerechnet.

Spezialchemie

In den Geschäftsfeldern des Unternehmensbereiches Spezialchemie machten sich die Krisen in den asiatischen Ländern besonders bemerkbar. Insgesamt nahm das Geschäft um 0,3 Prozent auf 1.499 Mio DM (1.504 Mio DM) ab. Das Geschäftsfeld Flüssigkristalle konnte das außerordentlich hohe Vorjahresniveau nicht halten, der Umsatz ging um 3,6 Prozent zurück. Maßgebend für den Rückgang waren der schleppende Notebook-Absatz im 2. Halbjahr, der Einbruch im Markt für einfache Displays, wie Spiele oder Uhren, sowie der extrem schwache japanische Yen. Im 4. Quartal 1998 zeigte sich aber bereits ein deutlicher Anstieg im Geschäft mit Notebooks. Die Branchenkrise in der Halbleiterindustrie hatte zur Folge, daß der Umsatz der Sparte Elektronikchemikalien um 5,8 Prozent zurückging. Die neue Sparte Kosmetik, Gesundheit und Ernährung (CHN) konnte die Umsätze um 3,9 Prozent ausweiten.

Die allgemeinen Währungsturbulenzen und die Asienkrise haben sich auf die Umsatzentwicklung der Merck-Gruppe im 2. Halbjahr stärker ausgewirkt als im ersten. Die Beteiligungen in dieser Region haben deutlich gelitten, konnten aber bis auf eine Ausnahme ihre Geschäfte in lokaler Währung gerechnet nicht nur behaupten, sondern ausbauen. Inzwischen sind die Aussichten auf eine Stabilisierung dieser Region wieder gewachsen, so daß die weitere Geschäftsentwicklung in Asien positiv betrachtet werden kann. Wie sich die Krise in Brasilien auswirken wird, ist noch nicht abzusehen. Negative Auswirkungen der Krise auf das Weltwirtschaftswachstum können nicht ausgeschlossen werden. Die Merck-Gruppe mit ihren 61 Produktionsstätten in 25 Ländern der Erde rechnet auch in diesem Jahr mit Umsatz- und Ergebnissteigerungen.

ots Originaltext: Merck KGaA
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