Telenor und Telia wollen fusionieren

Oslo/Stockholm (ots) - Der norwegische Minister für
Transport und Kommunikation Odd Einar Dørum und der schwedische Minister für Industrie Bjørn Rosengren haben heute einen Letter of Intent über die Fusion von Telenor und Telia zu einem neuen Unternehmen unterzeichnet. Das neue Unternehmen soll teilprivatisiert und an die Börse gebracht werden.

Die Führungsgremien von Telenor und Telia unterstützen die Vereinbarung der beiden Minister. "Der Hintergrund für die Fusion war die Einschätzung der zukünftigen Position auf einem von ständig wachsendem Wettbewerb bestimmten Markt. Telenor und Telia haben jeweils weltweit stark nachgefragte Kompetenzen aufgebaut. Wir werden uns noch stärker auf unsere Kunden ausrichten. Gemeinsam besitzen wir die Größe und die Erfahrung, die wir brauchen, um unsere Position von einer Führungsrolle in Skandinavien zu einem starken internationalen Player auszubauen", sagten Arnfinn Hofstad, Aufsichtsratsvorsitzender von Telenor, und Jan Stenberg, Aufsichtsratsvorsitzender von Telia, in einer gemeinsamen Erklärung.

Der Vorschlag sieht vor, die beiden Unternehmen zu einem neuen Unternehmen mit Sitz in Schweden und der Unternehmenszentrale in Stockholm zusammenzuführen. Nach der Fusion werden die schwedische Regierung 60 Prozent, die norwegischen Regierung 40 Prozent der Anteile an dem neuen Unternehmens halten. Beide Länder haben gleiche Stimmrechte, die gleichen Einfluß in dem neuen Unternehmen sicherstellen. Die Fusion ist abhängig von der Zustimmung der Parlamente beider Länder sowie der EU-Kommission.

Beide Eigentümer haben eine Teilprivatisierung (IPO = Initial public offering) des neuen Unternehmens vereinbart, die so schnell wie möglich erfolgen soll. Beide Eigentümer wollen ihre Anteile jeweils bis zu einem Anteil von 33,4 Prozent verkaufen. Die restlichen 33,2 Prozent sollen neuen Eigentümern zum Verkauf angeboten werden.

Erster Aufsichtsratsvorsitzender des neuen Unternehmens wird der Schwede Jan Stenberg sein. Der Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden wird in einem regelmäßigen Turnus zwischen den beiden Ländern besetzt. Der erste Aufsichtsratsvorsitzende wird seinen Posten so lange wahrnehmen, bis die Parität erreicht ist oder bis das dritte Jahr nach Abschluß der Fusion abgelaufen ist. Tormod Hermansen, Präsident und CEO von Telenor, wird Präsident und CEO des neuen Unternehmens. Der neue Präsident und CEO von Telia, Jan-Åke Kark, wird stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Der Name des neuen Unternehmens steht noch nicht fest.

"Wir wollen das skandinavische Flaggschiff für die Telekommunikations- und IT-Industrie schaffen. Telenor und Telia ergänzen sich sehr gut. In wichtigen Bereichen wie Mobilfunk, Internet und Satellitenkommunikation sind wir Weltklasse. Mit der Zusammenlegung unserer Kräfte besitzen wir alle Voraussetzungen uns als bedeutender Player auf dem globalisierten Markt für Telekommunikations- und IT-Dienste zu etablieren", sagt Tormod Hermansen. "Wir haben viel Zeit investiert, um ein gemeinsames Verständnis über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Fusion zu erzielen. Daher konnten wir diesmal eine gemeinsame Vereinbarung verabschieden."

Mit der Fusion zu einem gemeinsamen Unternehmen stellen sich Telenor und Telia dem internationalen Wettbewerb in der Telekommunikation. Das neue Unternehmen wird zu einem weltweit führenden Anbieter von Mobilkommunikation, Internet und Satellitenkommunikation mit einem Umsatz von rund 75 Milliarden norwegischen Kronen bzw. 79 schwedischen Kronen und rund 51.000 Mitarbeitern. "Das neue Unternehmen wird ein führender Betreiber in Nordeuropa sein, aber immer noch klein im Vergleich zu den europäischen und amerikanischen Unternehmen, mit denen wir in Zukunft im Wettbewerb stehen," so Tormod Hermansen.

Alle Geschäftsbereiche von Telenor und Telia werden in das neue Unternehmen integriert. Die einzelnen Geschäftsbereiche erhalten volle Profitverantwortlichkeit für Produkte und Märkte. Die internationalen Aktivitäten des Unternehmens werden von Oslo aus gesteuert, während die Management funktionen der Geschäftsbereiche zwischen beiden Ländern aufgeteilt werden. Die Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung werden in beiden Ländern weiter ausgebaut.

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