LR Bauer: Bauwirtschaft ist wichtiger Konjunkturmotor in Niederösterreich

Schwerpunktaktionen im Rahmen der Wohnbauförderung forcieren

St. Pölten, (SPI) - "Das niederösterreichische Baugewerbe ist ein wichtiger Konjunkturmotor in Niederösterreich und damit auch entscheidend für die Arbeitsmarktentwicklung. Die NÖ Landesregierung ist sich dieser Bedeutung bewußt und trägt dem im Rahmen von zahlreichen öffentlichen Aufträgen und Förderungen Rechnung", stellte Landesrat Dr. Hannes Bauer heute im Rahmen einer Diskussion im Rahmen der 13. Baustudienwoche des NÖ Baugewerbe in Puchberg am Schneeberg fest.****

"So wird jährlich mit den fünf Milliarden Wohnbauförderung ein Investitionsvolumen von rund 17 Milliarden Schilling ausgelöst. Dieses Investitionsvolumen kommt der gesamten Bauwirtschaft zugute und sichert den Bestand von rund 25.000 Arbeitsplätzen pro Jahr im NÖ Baugewerbe. In den vergangenen fünf Jahren wurden 115.000 Wohnungen gefördert, mit der sogenannten Basis- und Superförderung sowie spezifischen Schwerpunktaktionen ist es gelungen, die klassische Wohnbauförderung in ein flexibles und marktorientiertes Förderinstrumentarium auszubauen", so Bauer weiter.

Auch die zukünftige Entwicklung ist abgesichert. So beschloß der NÖ Wohnbauförderungsbeirat im November des Vorjahres die Förderung von 18.768 Wohneinheiten für 1999 (rund 5 Milliarden Förderung für das Jahr 1999 entspricht einem bauwirksamen Investitionsvolumen von rund 17 Milliarden Schilling) in Niederösterreich. Das Land fördert 5.792 neue Einfamilienhäuser und 3.658 neue Genossenschaftswohnungen. Außerdem werden 7.021 ältere Eigenheime und 2.297 ältere Genossenschaftswohnungen aus Mitteln des öffentlichen Wohnbaues saniert. Weiters wird die Ökologisierung des Wohnbaus einhergehend mit entsprechenden Schwerpunktaktionen - beispielsweise Solarenergie, Heizkesseltausch, Bauen mit Holz - ein künftiger Schwerpunkt der Wohnbaupolitik des Landes sein. Auch im Rahmen der Siedlungswasserwirtschlaft laufen über die Gemeinden rund 3 Milliarden Schilling Investitionsvolumen in wasserwirtschaftliche Ausbauprogramme.

"Das Baugewerbe hat jedoch auch mit Problemen zu kämpfen", gibt Bauer zu. Die Zahl der Insolvenzen ist seit 1998 auf 860 Fälle österreichweit angestiegen, das bedeute, daß täglich zwei bis drei Betriebe pleite gehen. Weiters rechnen bundesweit 44 Prozent der Unternehmen im nächsten halben Jahr einen rückläufigen Auftragseingang. Das Baugewerbe, das mit 100.000 Beschäftigten im Jahresschnitt größter privater Arbeitgeber ist, steht daher zu Beginn dieses Jahres vor großen Herausforderungen.

Die Bundesregierung, aber auch das Land Niederösterreich bemühen sich deshalb mit entsprechenden Maßnahmen, die Konjunktur "in Schwung zu halten". "So sehe ich beispielsweise im Masterplan Verkehrsminister Einems zum Ausbau des Schienennetzes, aber auch im angekündigten Lückenschlußprogramm im hochrangigen Straßennetz von Wirtschaftsminister Einem ein breites Betätigungsfeld. Das Land Niederösterreich wird weiters, neben den bereits erwähnten Schwerpunktaktionen im Rahmen der Wohnbauförderung, weitere Impulse für private Investitionen setzen. Über entsprechende Maßnahmen wird in den kommenden Wochen auf Landtagsebene beraten werden. Für ein "Krankjammern" bestehe jedenfalls kein Grund, Bauwirtschaft und Politik müssen sich gemeinsam den zukünftigen Herausforderungen stellen", so Landesrat Dr. Hannes Bauer abschließend.
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