Bartenstein: Internationale Zusammenarbeit im Kampf gegen Kinderpornos

Familienminister begrüßt Aktionsplan der UNESCO gegen Kinderpornographie im Internet

Wien (OTS) - Familienminister Dr. Martin Bartenstein begrüßte heute Mittwoch ausdrücklich den gestern, Dienstag, von der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO) in Paris verabschiedeten Aktionsplan gegen Kinderpornographie im Internet.

"Alle Maßnahmen gegen Kinderpornographie im Internet können nur im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit der Behörden, der Internetbenutzer und der Provider wirksam werden. Erst wenn diese Täter ihr Gesicht verlieren, werden die vielen positiven Seiten des Internets und der elektronischen Kommunikation wieder voll in den Vordergrund treten", betonte Bartenstein.

Im internationalen Vergleich nimmt Österreich eine Spitzenposition im Kampf gegen Kinderpornographie im Internet ein. Am 10. Dezember 1998 wurde ein Aktionsplan der Bundesregierung gegen Kindesmißbrauch und gegen Kinderpornographie im Internet beschlossen, der umfassende polizeiliche, rechtliche und präventive Maßnahmen vorsieht.

Auch die Industrie, vertreten durch die ISPA (Verband der österr. Internet-Provider) hat sich zur engen Zusammenarbeit mit der Regierung und zu einer freiwilligen, effektiven Selbstkontrolle bereit erklärt.

Allen Internet Usern, die auf kinderpornographisches Material stoßen, stehen folgende Meldestellen für Kinderpornographie zur Verfügung:

Unter der e-mail Adresse "interpol@abacus.at" nehmen Beamte des Innenministeriums Meldungen über Kinderpornographie im Internet entgegen.

Mit 1.Dezember 1998 hat die Hotline gegen Kinderpornographie der ISPA (Verband der österreichischen Internetprovider) den Betrieb aufgenommen. Meldungen über kinderpornographische Darstellungen im Internet können über die "Hotline" der ISPA http://hotline.ispa.at oder Montag bis Freitag von 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr unter der Telefonnummer 07110 - 900 121 deponiert werden. Mitarbeiter der ISPA überprüfen innerhalb von 24 Stunden, ob es sich bei dem gemeldeten Inhalt tatsächlich um illegales kinderpornographisches Material handelt. Wenn ja, wird der betreffende Provider verständigt und gebeten, die entsprechenden Maßnahmen zu veranlassen. Weiters wird die Meldung an die nationalen und ggf. internationalen Behörden bzw. andere europäische Hotlines weitergeleitet.

Als dritte Anlaufstelle fungiert das Institut für Gewaltverzicht, das unter der Internetadresse
http://www.mediapark.at/hotline/net.html einschlägige Meldungen
entgegennimmt und an die zuständigen Behörden weitergibt.

"Mit diesem Maßnahmenpaket kann sich Österreich durchaus sehen lassen", betonte Jugendminister Dr. Martin Bartenstein. Darüber hinaus bedürfe es aber, wie jetzt in Paris gefordert, einer Harmonisierung der bestehenden Gesetzgebung auf internationaler Ebene sowie einer noch besseren Zusammenarbeit von Polizei und Justiz und bewußtseinsbildender Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung, meinte Bartenstein. "Kinderpornographie ist eines der schlimmsten Verbrechen gegen die Menschenwürde. Jeder Konsument ist auch Täter. Wir müssen vor allem auf internationaler Ebene alles daran setzen, diese kriminelle Entwicklung einzudämmen", sagte Bartenstein abschließend.

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