Maderthaner: Erfolg bei Statistik-Entlastung der Betriebe

Statt anfangs geplanten 70.000 sind nur 40.000 Unternehmen von der Leistungs- und Strukturerhebung betroffen

Wien (PWK) - Für 30.000 Unternehmen konnte die Wirtschaftskammer Österreich im letzten Moment erreichen, daß sie nicht für die Leistungs- und Strukturerhebung meldepflichtig sind. "Statt wie ursprünglich geplant 60.000 bis 70.000 Unternehmen sind für das Berichtsjahr 1997 nur etwa 40.000 Unternehmen betroffen. Und auch von diesen haben 30.000 nur mehr einen sehr eingeschränkten Merkmalskatalog an das Österreichische Statistische Zentralamt abzugeben", berichtet der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, Leopold Maderthaner, über einen wichtigen Teilerfolg im Kampf gegen die Statistikflut. ****

Zwar kommen auf die österreichischen Betriebe noch immer bedeutende Meldeverpflichtungen durch die nach EU-Recht jährlich durchzuführenden Leistungs- und Strukturerhebungen zu. Daß diese aber nicht noch größer ausfielen, dafür setzte sich die Wirtschaftskammer Österreich in Verhandlungen vehement und erfolgreich ein.

Besonders wichtig erscheint Maderthaner, "daß der wesentlich reduzierte Merkmalsumfang vor allem für kleine und mittlere Unternehmen erreicht werden konnte, da jene zusätzliche Belastungen am wenigsten verkraften könnten". Als Klein- und Mittelbetriebe gelten im produzierenden Bereich alle Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten. Im Dienstleistungsbereich gilt eine Umsatzgrenze von 10 Mio Schilling, wobei für Handelsunternehmen, für Speditionen und Reisebüros eine Umsatzgrenze von 20 Mio Schilling festgesetzt und somit eine echte Entlastung gesichert werden konnte.

Durchgesetzt werden konnte auch, daß für die Unternehmen der Sachgüterproduktion die gesamte von der EU geforderte tiefe Aufgliederung der Erlösseite und der Verdienste künftig aus der Konjunkturerhebung übernommen wird. Wo diese den vorgegebenen Konzepten nicht ganz entspricht, werden vom Statistischen Zentralamt Schätzungen vorgenommen. "Durch diese Strategie konnte auch für die Großunternehmen eine deutliche Verkürzung der Erhebungsunterlage erzielt werden", erklärt Maderthaner.

Durch intensive Verhandlungen ist es gelungen dafür zu sorgen, daß die Belastung der Firmen auf das unumgänglich Notwendige beschränkt bleibt. Trotzdem sind weitere Verbesserungen unverzichtbar. So bleibt nach wie vor der Wunsch nach kostenloser Bereitstellung von Meldesoftware durch das Statistische Zentralamt offen. Auch der Forderung nach einfacheren Formularen und übersichtlicheren Erläuterungen wurde noch nicht nachgekommen.

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