Kommentar zu "Karenzgeld für alle"

Besser "Mütterrunde statt Vaterschaftsstreit"

Wien (OTS) - So kommentiert die FCG-Bundesfrauenvorsitzende Christine Gubitzer die Debatte um das Karenzgeld. Derzeit benutzen die "Parteiväter" die Frauenanliegen als "Keiler" für den Wahlkampf, was nur allzu leicht zum Nachteil der Frauen und Mütter ausgehen kann.

In Wahrheit müßte diese Debatte am runden Tisch geführt werden und es dürfen keine Diskriminierungen von Gruppen erfolgen. Die Forderung der ÖVP ist im Lichte der Anerkennung von Haushaltsarbeit und Kindererziehung zu sehen und deshalb grundsätzlich zu befürworten. Es darf nicht Frauensache sein, neidisch einer Gruppe von Müttern finanzielle Zuwendung zu versagen. Andererseits muß sich die ÖVP im Zuge ihrer Forderungen auch zu einer Neugestaltung des Familienlastenausgleichsfonds bekennen, um nicht in den Geruch zu kommen, Zuwendungen für die eine bedürftige Gruppe mit den bei der anderen ebenso bedürftigen Gruppe ersparten Mitteln finanzieren zu wollen. Die SPÖ sollte wiederum mit Vorwürfen des Mißbrauchs beim Familienlastenausgleichsfonds vorsichtig sein, denn das Grapschen in diesen Finanzierungstopf war auch in der SPÖ-Alleinregierung durchaus gebräuchlich.

Gubitzer fordert daher einen "Runden Tisch" für die Karenzgelddebatte, bei dem alle Anliegen ausdiskutiert werden und die beste Lösung für die Wünsche nach finanzieller Absicherung für Jungeltern zu suchen.

Gubitzer hofft auch auf die Partnerschaft der ÖVP für die Wünsche der FCG - Frauen nach Änderung der Bestimmungen im Elternkarenzurlaubsgesetz, das 2 Jahre bezahlte Karenz für Eltern ermöglichen soll, unabhängig davon, ob Väter Karenzzeit in Anspruch nehmen oder nicht. Die SPÖ - Forderung , dies nur den Alleinerzieherinnen zuzugestehen, bringt nur weitere Fälle von Diskriminierung und heizt die Kampfstimmung auf.

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