ARBÖ: Die Gefahr kommt auf Schusters Rappen

Fußgänger leben gefährlich

Wien (ARBÖ) - Fußgängerzonen, breite Gehsteige und helle Straßenbeleuchtung erleichtern den Fußgängern im Großstadtgewühl den Einkaufsbummel oder den Weg zur Arbeit. Viel schlechter ergeht es Fußgängern im Randbereich der Ballungszentren, in ländlichen Gemeinden oder außerhalb des Ortsgebietes. Hier sind die Gehsteige schmal oder fehlen überhaupt, die Straßenbeleuchtung ist spärlich oder gar nicht vorhanden. Hier hilft nur der Slogan "Mach Dich sichtbar", wobei dieser Rat - darauf weist der ARBÖ besonders hin
- für Kinder genauso gilt wie für Erwachsene.

ARBÖ-Experte Dipl.Ing. Diether Wlaka: "Helle Bekleidung mit reflektierendem Material läßt einen Fußgänger auf mehr als 100 Meter erkennen und ist aus diesem Grund für einen Fußgänger lebenswichtig!" Das reflektierende Material kann nachträglich angebracht werden oder ist auf Kinder- und Jugendbekleidung
bereits vorhanden. Auf Schuhen, Stiefeln, Regenbekleidung, auf Einkaufs- oder Schultaschen kann es leicht aufgeklebt werden. Reflektierende Armbinden können auch rasch übergestreift werden. Derartiges Reflexmaterial ist in den ARBÖ-Dienststellen erhältlich.

Dipl.Ing. Wlaka: "Als Fußgänger sollten Sie auf Straßen ohne Gehsteig die linke Straßenseite benützen, damit sehen Sie die entgegenkommenden Fahrzeuge und können gegebenenfalls selbst ausweichen. Kinder sind jeweils, egal ob ein Gehsteig vorhanden
ist oder nicht, am äußeren Straßenrand zu führen."

1997 wurden insgesamt 4.631 Fußgänger verletzt und 156 getötet. Obwohl die Kinder bis 14 Jahre nur 17 Prozent des Bevölkerungsanteiles stellen, haben sie 27 Prozent Anteil an den verletzten Fußgängern. Besonders kraß ist der Anteil der Fußgängertoten bei den Senioren. Bei 15 Prozent Bevölkerungsanteil haben die Senioren 60 Prozent Anteil an den getöteten Fußgängern. Dipl.Ing. Wlaka: "Sehen und gesehen werden gilt für Senioren daher im gleichen Ausmaß wie für Kinder."

Fußgängerunfälle 1997:

bis 14 Jahre 15 bis 64 Jahre über 64 Jahre -------------------------------------------------------------- Bevölkerungs-
anteil 17 % 68 % 15 %

Verletzte 27 % 50 % 23 %

Getötete 7 % 33 % 60 %

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