VOTRUBA : SOZIALARBEITER ALS ANSPRECHPARTNER IN SCHULEN

Schulische und familiäre Spannungsfelder könnten so abgebaut werden

St. Pölten (SPI) Während der Druck in den Schulen und der Streß bedingt durch die Verschärfung am Arbeitsmarkt und den steigenden Leistungsanforderungen der Gesellschaft ohnehin immer mehr zunimmt, werden darüber hinaus im vermehrten Maße auch familiäre und soziale Probleme in die Schule hineingetragen und verstärken die Spannungen zusätzlich. Mit dem Einsatz von Schulsozialarbeitern, die als Ansprechpartner der Schüler ebenso agieren sollen, wie als Ventil sowohl für die Lehrer als auch die Schüler und die Funktion von "trouble shootern" vor Ort übernehmen könnten, würde eine wesentliche Verbesserung erzielt werden, bekräftigte Landesrätin Traude Votruba Mittwoch die Forderung der SPÖ-NÖ nach der Schaffung von Schulsozialarbeitern. "Bereits 1996 hat der NÖ-Landtag auf unsere Initiative beschlossen, daß der schulpsychologische Dienst des Bundes dahingehend ausgebaut werden soll, daß pro Schulbezirk wenigstens ein Sozialarbeiter zur Verfügung steht. Vorteilhafter wäre aber die Installierung von Schulsozialarbeitern ähnlich den Schulärzten", betonte Votruba.

Bereits eine am 29. Mai 1995 von der SPÖ-NÖ durchgeführte Enquete unter dem Motto "Schularbeit-Sozialarbeit" hat deutlich gemacht, daß, je früher Probleme erkannt und aufgearbeitet werden können, desto weniger eskalieren sie und desto leichter ist es, Lösungen zu finden. "Während die bürgerliche Denkschule Richtung Disziplinierungs-maßnahmen und Strafsanktionen geht, wie die unerfreuliche und von Unterrichtsministerin Gehrer im Dezember losgetretene Diskussion bewiesen hat, wollen wir Sozialdemokraten die Ursachen bekämpfen, so die Landesrätin weiters. Die rasanten gesellschaftlichen Veränderungen unserer Gesellschaft, die Reizüberflutung durch die Medien und die stetig neuen Einflüsse die auf die Kinder und Jugendlichen einwirken, haben zu einem deutlichen Anstieg der Verhaltensauffälligkeiten geführt und sind von den Lehrern in der Schule und vielen Eltern kaum bis nicht mehr bewältigbar. "Die positiven Ergebnisse des Einsatzes von Sozialarbeitern im Stiftsgymnasium Melk bestätigen die Richtigkeit dieses Weges und müssen nun in allen Schulen ihren Niederschlag finden", schloß Votruba.
(Schluß)nk/wb

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