Zahl der PKW- und Kombizulassungen stieg 1998 um 7,6 Prozent

Fahrzeughandel warnt vor neuerlichen Belastungen im Zuge der geplanten Steuerreform

Wien (Pwk) - Der österreichische Fahrzeughandel kann auf ein überdurchschnittlich gutes Jahr zurückblicken. Die Zahl der Neuzulassungen bei PKW und Kombis stieg 1998 im Vergleich zum Vorjahr um 7,6 Prozent auf 295.865. Nur in den Jahren 1991, 1992 und 1996 wurde die "magische Grenze" von 300.000 überschritten, was zum Teil auf steuerliche Änderungen zurückzuführen war. ****

"Wir sind auch für 1999 optimistisch, wenn es im Zuge der Steuerreform keine neuen Belastungen für die Autofahrer gibt", erklärte Heinz Havelka, Vorsteher des Bundesgremiums des Fahrzeughandels, auf einer Pressekonferenz in der Wirtschaftskammer Österreich. Die Vergangenheit, so Havelka, habe gezeigt, daß derartige Ankündigungen im Fahrzeughandel dazu führen, daß ein bis zwei Monate vor Inkrafttreten der Maßnahmen ein Boom bei den Neuzulassungen registriert wird, der dann merklich abflacht und die Zulassungen schließlich unter die des Vorjahres fallen. "Die Autofahrer sind bereits ausreichend mit Steuern bepackt, weitere Belastungen sind nicht mehr tragbar", so Havelka.

Weiterhin große Sorgen macht der Branche die Ertragssituation vieler Betriebe, denn der Wettbewerb im Fahrzeughandel erfolgt meist über den Preis. Umstrukturierungsmaßnahmen bei den Importeuren sorgen dafür, daß Spannen gekürzt und Preise gesenkt werden. "Der Konsument muß zwar damit rechnen, daß er beim Autokauf in Zukunft keinen oder nur mehr einen geringen Rabatt bekommt, es werden ihm aber auch weiterhin Autos zu sehr günstigen Preisen angeboten", so Havelka.

Als weiteres Problem der Branche nannte der Gremialvorsteher das Fahren mit ausländischen Kennzeichen. Wer sein Auto in Deutschland anmeldet, zahlt keine Normverbrauchsabgabe, weniger Mehrwertsteuer und hat eine günstige motorbezogene Versicherungssteuer. "Das ist unzulässig und wir appellieren an die Regierung, unverzügliche Maßnahmen gegen diesen Steuermißbrauch zu ergreifen". Was die Preise ohne Steuern betrifft, so habe der Fahrzeughandel seine "Hausaufgaben" ohnehin bereits gemacht. Im EU-Vergleich ist Österreich mittlerweile sehr günstig, Parallelimporte sind praktisch verschwunden und sogar ausländische Käufer treten verstärkt in Österreich auf.

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