Österreichs Möbelmarkt schrumpfte 1998 um 2,3 Prozent

Export heimischer Möbel stieg hingegen an - 40 österreichische Aussteller auf der IMM Köln 1999

Wien (PWK) - In einer Jahresbilanz-Pressekonferenz betonte heute, Dienstag, der Vorsitzende der österreichischen Möbelindustrie, Heinz F. Hofer, bei der derzeit stattfindenden Internationalen Möbelmesse Köln 1999, daß "der österreichische Möbelmarkt ohne Objektmöbel 1998 gegenüber dem Vorjahr um 2,3 Prozent geschrumpft ist. Damit konnte man den sich im ersten Halbjahr 1998 abzeichnenden Markteinbruch von fast 10 Prozent in der zweiten Jahreshälfte immerhin etwas abwehren". Besonders kräftig gab der Wohnmöbelmarkt mit minus 4,2 Prozent gegenüber 1997 nach. Vor allem aus diesem Bereich sowie aus dem Beleuchtungs-Sektor nehmen heuer rund 40 österreichische Aussteller auf dieser wichtigen Leitmesse in Köln teil. ****

"Der Anteil österreichischer Produktionen am heimischen Möbelmarkt ohne Objektmöbel sank von 1997 auf 1998 um 2 Prozentpunkte und liegt nun bei 58 Prozent", berichtete Hofer weiter. "In den großen Möbelhäusern liegt der Marktanteil sogar nur bei 50 Prozent und darunter". Die Entwicklung spiegelt den verstärkten Druck wieder, dem die heimischen Anbieter von Seiten des österreichischen Möbelhandels ausgesetzt sind; der Handel deckt sich verstärkt mit ausländischer Ware für das Tiefpreissegment ein, wodurch die Einfuhren - trotz Marktrückgangs in Österreich - 1998 um 2 Prozent stiegen. "Im selben Zeitraum ging die Inlandsproduktion um 5,3 Prozent zurück", erklärte Hofer.

Aufgrund dieses Trends verstärken die österreichischen Erzeuger ihre Kräfte auf den ausländischen Märkten, was zu einem Anstieg der Exporte führte. "Die Ausfuhren heimischer Möbel stiegen 1998 gegenüber dem Jahr davor um 6,5 Prozent an", so Hofer. Insbesondere die Küchenmöbel- und Wohnmöbelerzeuger steigerten ihren Output um über 10 Prozent. Das Exportvolumen betrug 1998 4,8 Mrd Schilling, welchem Importe von 9,5 Mrd Schilling gegenüberstehen. Das Handelsbilanzdefizit kann somit für 1998 mit 4,7 Mrd. Schilling beziffert werden. Seit 1996 konnte dieses allerdings bereits um gut 300 Mio Schilling reduziert werden, bemerkte Hofer.

Ein nicht unwesentlicher Grund für die Erfolge der Österreicher im Ausland ist die sehr hohe Qualität ihrer Produkte - vor allem in Design und Verarbeitung - gepaart mit einem bedingungslosen Markenartikel-Denken. Im Gegensatz zu Deutschland, wo es im Möbelbereich nur einige wenige starke Marken gibt, die zumeist im Premiumbereich angesiedelt sind, ist beispielsweise der österreichische Küchenmöbelmarkt von starken heimischen Marken dominiert. Neben ihren Produkten "exportieren" die Österreicher auch ihre ausgeprägte Markenartikelphilosophie und bauen strategisch ihre Märkte aus, erklärte Hofer.

Für die nächsten beiden Jahre prognostizierte Hofer wieder einen leicht wachsenden Möbelmarkt von durchschnittlich 1 bis 1,5 Prozent pro Jahr. "Die Inlandsproduktion dürfte sich stabilisieren und am Inlandsmarkt werden die Österreicher auch nach der Jahrtausendwende mit rund 55 Prozent Marktanteil absoluter Marktführer bleiben. Die Exporte dürften weiter jährlich um etwa 5 Prozent wachsen und das Außenhandelsbilanzdefizit somit weiter leicht verringert werden können", blickte der Vertreter der österreichischen Möbelindustrie auf der Kölner Messe optimistisch in die Zukunft.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Möbelindustrie
FV Holzindustrie
Tel. 712 26 01Mag. Kurt Lang

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK/PWK