Österreichische Innovation setzt neue Maßstäbe in der Qualitätssicherung bei der Materialbearbeitung durch Laser

Eine aus Österreich stammende Neuentwicklung optimiert die unmittelbare Kontrolle der Schneid- und Schweißgüte bei der Laserbearbeitung im Industrieeinsatz. Das hochadaptionsfähige "plasmor"-System liefert genaueste Meßanalysen in Echtzeit. Internationale Autohersteller zeigen großes Interesse an "plasmor", einer gemeinsamen Entwicklung von den Austrian Research Centers Seibersdorf, Wild Lasertec und Incision Lasertec.

Seibersdorf (OTS) - Bei fast allen Bearbeitungsverfahren mit
Lasern ist es notwendig, das Bearbeitungsergebnis umgehend, zuverlässig und exakt zu kontrollieren. Während herkömmliche Systeme an die Grenzen der Qualitätssicherung stoßen, eröffnet eine österreichische Innovation bislang unbekannte Beobachtungs- und Analysemöglichkeiten. "plasmo", so der Produktname der gemeinsamen Entwicklung der Austrian Research Centers (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf), Wild Emco Lasertec und Incision Lasertec, setzt neue Trends in der Qualitätssicherung bei der Messung der Schneid- und Schweißgüte von Lasern in der Metall- und Kunststoffbearbeitung.

Dem hochadaptiven "plasmo"-System steht ein breites Einsatzgebiet offen, so beispielsweise als Einstechmonitor für die Ermittlung des Einstechzeitpunktes zur Optimierung der Bearbeitungszeit, als Plasmamonitor zur Echtzeitanalyse und Visualisierung des Bearbeitungsprozesses, und als Regelsystem, das für individuelle Anlagenparameter Analog- und Digitalsignale zur Verfügung stellt.

"Das Revolutionäre und Neue an 'plasmo' ist einerseits der in zwei Wellenlängenbereichen arbeitende Zweifarbendetektor auf Silizium-Germanium-Basis und andererseits der wandlungsfähige Algorithmus, womit sich das System automatisch Parameterschwankungen anpaßt", erklärt DI Manfred Bammer, Leiter des ARCS-Bereiches Produktionsinformatik. Diese Vorteile überzeugen ebenso wie die robuste Ausführung und sind, so Bammer weiter, "bereits auf großes Interesse bei führenden internationalen Autoherstellern gestoßen".

Das Messen der Schnitt- bzw. Schweißgüte durch den innovativen Zweifarbendetektor erfolgt berührungslos und optisch im Ein-Punkt-Verfahren. Das Analyseergebnis liegt in Echtzeit vor. Damit kann die Parametrierung des Qualitätslevels unverzüglich über die Anlagensteuerung vorgenommen werden. Die Anpassung an die Laser-Intensität erfolgt über optische Blenden und über die komfortabel am PC einstellbare Meßrate - je höher die Abtastrate, desto kürzer ist die Lichteinwirkung auf die Sensoren. Durch das Integrationsintervall wird zugleich auch die zeitliche Auflösung variiert: Mit dem programmierbaren Oversampling kann die Integration im Analog-Digital-Konverter noch verfeinert werden.

Der "plasmo" besitzt eine eigene Intelligenz, sodaß man ihn auch als Stand-alone System in der Qualitätssicherung einsetzen kann. Ein besonderes Augenmerk wurde bei der Konzeption der speziellen Auswerte-Software auf die möglichst einfach und komfortabel vorzunehmende Einstellung diverser Parameter gelegt. Verschiedene Parametrier-, Visualisierungs- und Speichermöglichkeiten erlauben die Protokollierung der Bearbeitungsergebnisse bis zu feinsten Auflösungen unter Windows 95, 98 und NT 4.0. Derart können selbst kleinste Poren und Aussetzer beim Schweißen exakt detektiert werden. Auch beim Laserschneiden erkennt "plasmo" zuverlässig Fehler im Bereich von wenigen Mikrometern.

(Siehe auch APA/OTS-Bild!)

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(Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf)
Bereich Produktionsinformatik
DI Manfred Bammer,
Tel: 02254/780 Dw 2750 oder 2765
E-mail: manfred.bammer@arcs.ac.at

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