Dirnberger: Vergabe eines Kassenvertrages darf nicht länger an die Zustimmung der Ärztekammer gebunden sein

Funktionäre der Ärztekammer blockieren den eigenen Nachwuchs

Wien (OTS) - Künftig darf die Vergabe eines Kassenvertrages an
eine Jungärztin/an einen Jungarzt nicht mehr an die Zustimmung der Ärztekammer gebunden sein. Denn mit dieser derzeitigen Praxis halten sich die Damen und Herren Alt-Mediziner unliebsame junge Konkurrenz vom Leib. Mit diesen Worten reagierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) auf einen diesbezüglichen Beitrag in der gestrigen ZIB 2. Dirnberger erinnert daran, daß der ÖAAB-Niederösterreich seit Jahren diese Forderung unter dem Motto "Wir kurieren den Ärztemangel" aufstellt. Die Packelei der Ärzte untereinander zum Nachteil der Patienten und des eigenen Nachwuchses muß nun endlich ein Ende haben, so der AK-Vizepräsident.

Dirnberger: Es ist überhaupt nicht einzusehen, daß es auf der einen Seite stundenlange Wartezeiten und oft Anmeldefristen über Monate hinweg gibt, und auf der anderen Seite blockieren die Funktionäre aus den Ärtzekammern die arbeits- weil kassenlosen Jungärzte.

Wer Kassenvertrag hat, muß künftig von Mo-Fr Ordination offen halten Dirnberger erhebt in diesem Zusammenhang eine weitere Forderung: Künftig darf man nur mehr einen Kassenvertrag haben, wer als Facharzt täglich von Montag bis Freitag zumindest einige Stunden Ordination hat, als praktischer Arzt an vier Tagen, wenn er regelmäßig Wochenenddienste macht. Es ist unerträglich, wenn Ärzte mit Kassenverträgen, insbesonders Fachärzte, nur an drei Tagen Ordination haben. Es gibt sicher genug Jungmediziner, die gerne mehr arbeiten würden, als so manch saturierter Alt-Mediziner.

Ärzte dürfen nicht Gesundheitssprecher sein - sie reduzieren Gesundheitspolitik auf ärztliche Standespolitik Abschließend fordert der AK-Vizepräsident, daß nach der nächsten Nationalratswahl Gesundheitspolitik im Parlament nicht wieder so wie derzeit auf Standespolitik der Ärzte reduziert werden darf. Dazu ist es insbesonders notwendig, die Funktion der Gesundheitssprecher vom Beruf "Arzt" zu trennen.

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