LR Bauer: LIFE-Projekt "Lebensraum Huchen" in der Zielgeraden

49,8 Millionen Schilling für die Natur an Pielach, Melk und Mank

St. Pölten, (SPI) - Vergangenen Dienstag fixierte Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer mit seiner Unterschrift ein zukunftsträchtiges LIFE-Projekt an den Mittel- und Unterlaufabschnitten der Alpenvorlandflüsse Pielach, Melk und Mank. "Mit einem Gesamtinvestitionsaufwand von rund 49,8 Mio. Schilling soll der Lebensraum des "Huchen", eine der meist gefährdeten Fischarten Europas, verbessert werden und parallel dazu die letzten dynamisch erhaltenen Wildflußabschnitte der Pielach für die Vogelfauna unter Schutz gestellt werden", informiert Niederösterreichs Naturschutz-Landesrat Dr. Hannes Bauer. Es ist beabsichtigt, auch die Landwirtschaft aktiv und umfassend in dieses Projekt miteinzubeziehen.****

In der Donau entlang der Wachau hat sich in den letzten Jahrzehnten ein guter Bestand der gefährdeten Huchen aufgebaut. Dem typischen Wanderfisch und anderen Fischarten fehlt allerdings durch zahlreiche Wehren und Sohlstufen der Zugang in seine angestammte Laichplätze -den Mittel- und Unterläufen von Pielach, Melk und Mank - und damit die Möglichkeit einer ausreichenden Fortpflanzung. Dieses Problem soll nun behoben werden. Die künstlichen Hindernisse sollen für die Fische durch Vernetzung der Flußläufe und Passierbarmachung der Wehren beseitigt werden, eine natürliche Laichwanderung wird dadurch wieder möglich. Nach Fertigstellung wäre ein Fließgewässerverbund von insgesamt 78 Kilometern - Pielach 21 km; Melk 16 km; Mank 8 km -Wachau 33 km - gegeben, der dem Huchen wieder genügend Raum zur Entfaltung gibt. "Niederösterreichs "LIFE-Projekte-Bilanz" für 1999 ist damit Spitzenreiter in Österreich. Mit Ende der Einreichungsfrist für Projekte für das Jahr 1999 reicht Niederösterreich 3 Projekte zur Förderung in Brüssel ein - d.h. genau so viele Projekte wie das übrige Österreich", freut sich Bauer.

"Weiters sollen die noch bestehenden Wildflußabschnitte der Pielach durch Grundstücksankäufe unter Schutz gestellt werden, was vor allem für die dort lebenden Vogelpopulationen, wie beispielsweise den allseits bekannten "Eisvogel", von besonderer Bedeutung ist. Die Kosten des Projektes von 49,8 Millionen Schilling sollen zu 50 Prozent durch EU-Mittel aus dem LIFE-Topf sowie aus Landes- und Privatmitteln aufgebracht werden. Der Landesbeitrag soll rund 23,4 Millionen Schilling betragen", so Landesrat Bauer weiter. "Einen großen Beitrag leisten auch die Anrainergemeinden, die Naturfreunde und der WWF, die beispielsweise durch die Zurverfügungstellung von Grundstücken, aber auch Finanzmitteln das Projekt vorbildhaft unterstützen", dankt Landesrat Bauer für das breite Engagement. (Schluß) fa

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