Muzik: SBT - Rat der Expertenrunde sollte Ausschlag geben

Hochleistungsstrecke nach heutigen Vorgaben nur mit Tunnel realisierbar

St. Pölten, (SPI) - "Die Expertenkommission von BM Dr. Einem, der auch Niederösterreichs Landesverkehrsplaner Dr. Zibuschka als Mitglied angehört, hat wohl einen klaren Weg vorgegeben. Die Kommission hat in ihrem Endbericht angeführt, daß sowohl der Vollausbau der Semmering-Bergstrecke, als auch der Vollausbau der Aspangbahn als "nicht zielführend verworfen wurden". Ein
Vollausbau der Bergstrecke ist nach der Erklärung der Bahn zum Weltkulturerbe nicht mehr durchführbar, was allerdings keinesfalls bedeuten sollte, nicht noch mögliche Modernisierungen rasch zu verwirklichen", stellt der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Hans Muzik, heute fest.****

"In Alternativen zu denken heißt aber auch in Alternativen zu handeln. Für die bessere Erschließung der Ostregion ist ein Ausbau der bestehenden Aspangbahn und eine teilweise Neutrassierung durchaus sinnvoll, wobei jedoch die Zielsetzung der Errichtung
einer Hochleistungsstrecke nicht aus den Augen verloren werden
darf. Im Bereich der Aspangbahn müßten beispielsweise hunderte Häuser in unmittelbarer Nahelage zur Bahnlinie abgesiedelt werden, die topographischen Gegebenheiten bedingen zahlreiche Brücken- und Tunnelabschnitte. Eine Minimalausbauvariante ist gemäß Regierungsbeschluß zum Ausbau der Südbahn nicht zielführend, eine Maximalvariante mit kolportierten Kosten von etwa 30 Milliarden Schilling und entsprechenden Eingriffen in die Siedlungsstruktur
und die Landschaft wohl kaum durchsetzbar", so Muzik weiter.

Die neue Studie von Verkehrsplaner Heinz Petzmann hat jedenfalls
der von "engsten Weltbildern" bei einigen Politikern geprägten Diskussion um den SBT einen positiven Schub gegeben. "Warum
sollten nicht beide Varianten verwirklicht werden, eine "Aspang-Bahn-Light" zur besseren verkehrsmäßigen Erschließung der Ostregion und eine mögliche Tunnelvariante für eine "Hochleistungsstrecke" Südbahn. "Ich habe vollstes Vertrauen zur Expertenrunde und jene, die die SBT-Diskussion weiterhin im Sinne parteipolitischer "Justamentstandpunkte" führen, sollten den Expertenbericht zumindest einmal lesen, bevor sie völlig der Verbreitung von "Unsinnigkeiten" verfallen", so der SP-Verkehrssprecher abschließend.
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