WWF drängt auf Erweiterung der Natura 2000-Gebiete

Niederösterreich hat wenig Problempunkte

St.Pölten (NLK) - Den Effekt der Jahrtausendwende will der World Wildlife Fund (WWF) nützen, um seine Ziele zu erreichen: Noch im heurigen Jahr sollen auf die Liste der Natura 2000-Schutzgebiete auch 63 Gebiete gesetzt werden, deren Erhaltung der WWF als dringlich auf seine Fahnen geschrieben hat. Damit würde sich die Gesamtzahl aller Natura 2000-Gebiete auf 186 erhöhen. Außer dieser Nachnominierung verfolgt der WWF auch das Ziel, für alle ausgewiesenen Gebiete keine Verschlechterungen mehr zuzulassen. Außerdem sollen - auch mit Hilfe der Agrarförderung - rechtliche und finanzielle Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Natura 2000 geschaffen werden.

Die Kampagne des WWF für 1999 trägt den Titel "Netz des Lebens", gebildet aus allen Natura 2000-Gebieten. Die derzeitige gesamtösterreichische Liste, von den Bundesländern auf höchst unterschiedliche Weise erstellt, sei sicher nicht ausreichend, wie Univ.Prof. Dr. Georg Grabherr erklärte, wie Univ.Prof. Dr. Georg Grabherr erklärte, der im Beirat der Europäischen Kommission für die Umsetzung von Natura 2000 zuständig ist. Denn europaweit bedeutende Arten würden durch den Rost fallen, käme es nicht zur Nachnominierung. Einrichtung, Betreuung und laufender Betrieb in den Natura 2000-Gebieten werden vom WWF auf mindestens eine Milliarde Schilling jährlich geschätzt, aufzubringen durch eine Umschichtung bestehender Agrarmittel.

Niederösterreich wird in Hinsicht auf die Umsetzung vom WWF als Vorbild genannt. 32 Prozent der gesamten Landesfläche werden als Natura 2000-Gebiete ausgewiesen, wobei jene Regionen herangezogen werden, in denen sich besonders schutzwürdige Gebiete befinden. Ungelöst ist nur die Hereinnahme der beiden Truppenübungsplätze in Allentsteig und Großmittel, gegen die sich das Bundesheer sperrt. Beide besitzen Vogelschutzgebiete von europäischem Rang. Probleme bestehen auch noch im westlichen Weinviertel und im Waldviertel an der oberösterreichischen Grenze, Gebiete, die ebenfalls schutzwürdige Vogelpopulationen ausweisen. Widerstände in der Landwirtschaft findet der WWF unbegründet, denn es könnten wesentliche EU-Mittel lukriert werden, die zum Großteil den betroffenen Bauern zugutekommen.

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