Neue Epoche in der Fahrzeugfertigung: Serienanlauf des neuen Jeep Grand Cherokee

Graz (OTS) - Das Jahr 1999 beginnt für die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik in Graz mit einer neuen Epoche in ihrer traditionsreichen Automobilproduktion: Heute, am 14. Jänner 1999, wird die Serienproduktion des neuen Jeep Grand Cherokee offiziell aufgenommen.

Dieser Produktionsstart hat für Steyr-Daimler-Puch auch aus historischer Sicht einen besonderen Stellenwert: Das Grazer Werk, 1899 von Johann Puch gegründet, feiert heuer sein 100jähriges Bestehen!

Der Serienanlauf erfolgt knapp drei Monate, nachdem das letzte Fahrzeug des Vorgängermodells vom Band lief. Vom bisherigen Jeep Grand Cherokee hat Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik in der mit Chrysler vereinbarten Produktionszeit von vier Jahren (4. Oktober 1994 bis 22. Oktober 1998) insgesamt 107.367 Serienfahrzeuge gefertigt.

Hier die wichtigsten wirtschaftlichen und technischen Eckdaten des neuen Fahrzeugprojektes:

* Die Fertigung des neuen Jeep Grand Cherokee in Graz wurde über eine Laufzeit von sechs Jahren vereinbart und dauert somit bis Jahresende 2004.

* Der Gesamtumsatz über die Vertragslaufzeit wird in der Größenordnung von rund 10 Milliarden Schilling liegen.

* Derzeit wird die Produktion hochgefahren, um Mitte Februar die vorläufig festgelegte Höchststückzahl von 176 Fahrzeuge pro Tag im Zweischichtbetrieb zu erreichen.

* Nach Erreichen dieser Stückzahl werden im Jeep-Bereich rund 1200 Mitarbeiter/innen beschäftigt sein, nahezu ein Viertel der Gesamtbelegschaft der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik von rund 4.900 Mitarbeiter/innen.

* Die neue Produktionskapazität im Jeep-Bereich wurde auf 65.000 Fahrzeuge pro Jahr im Zweischichtbetrieb ausgelegt. Das bedeutet eine Verdoppelung der bisherigen Kapazität.

* Die Umstellung der gesamten Fertigungsanlagen im Rohbau und in der Montage vom bisherigen auf das neue Modell wurde innerhalb von nur sechs Monaten und zum Teil bei laufender Produktion unter strikter Einhaltung aller Qualitätsvorgaben bewältigt.

* Parallel zum Aus- und Umbau des Rohbaues und der Montage in der Jeep-Fertigung wurde eine völlig neue Lackieranlage errichtet, mit der die Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik in eine neue Lackierdimension vorstößt, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar schien: In der neuen Anlage können bei Vollauslastung (Dreischicht-Betrieb) bis zu 150.000 Fahrzeugkarossen pro Jahr umweltschonend lackiert werden. Dieses Großprojekt, übrigens das größte Einzelbauvorhaben in der Geschichte des Unternehmens seit 1945, ging am 19. November vorigen Jahres planmäßig in Betrieb.

* Die Gesamtinvestitionen für die neue Lackiererei und für die Erweiterung der Jeep-Fertigung belaufen sich auf rund 1,9 Milliarden Schilling.

* Für den neuen Jeep Grand Cherokee wurde im Vergleich zumm Vorgängermodell der europäische bzw. österreichische Zulieferanteil erhöht. U. a. werden nunmehr große Karosserieteile (Dach, Seitenwände, vordere Kotflügel) nicht mehr aus den USA, sondern aus dem neuen Magna Heavy Stamping-Werk in Albersdorf bei Gleisdorf angeliefert. Von insgesamt 380 Zulieferfirmen sind derzeit 37 europäische, davon 11 österreichische, für den Grazer Jeep Grand Cherokee tätig. Die größten Lieferumfänge aus Österreich betreffen, neben den erwähnten Karosserieteilen, die Sitze (Johnson Controls) und Achsen (Dana).

(Siehe auch APA/OTS-BILD - www.ots.apa.at/file-service/cherokee.htm)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik
Herfried Teschl, Tel.: 0316/404-2911

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSD/OTS