- 14.01.1999, 11:17:52
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- OTS0116
Wohnverhältnisse nach der Staatsbürgerschaft:
Über die Hälfte der NÖ Altbauwohnungen gehören Zuwanderern
St.Pölten (NLK) - 1991 war es noch schlechter, aber auch bei der
Mikrozensus-Auswertung des Statistischen Zentralamtes für 1997 - vor
kurzem veröffentlicht - hat sich auf diesem Gebiet noch nicht viel
verändert: Eine von fünf Hauptwohnsitz-Wohnungen aus der Zeit vor
1919 gehört Österreichern, aber über 60 Prozent Ex-Jugoslawen und
Türken. In der Bundeshauptstadt lebten 85 Prozent (Jugoslawen) und 88
Prozent (Türken) in Wohnungen, die vor 1919 errichtet wurden. In
Niederösterreich schaut die Lage etwas besser aus, weil der Anteil
von Wohnungen in alten Gebäuden in der Bundeshauptstadt mit 35
Prozent am höchsten ist. Aber auch in Niederösterreich leben die
ehemaligen Jugoslawen mit über 54 Prozent und die Türken zu fast 59
Prozent in Wohnungen, die bis 1918 errichtet wurden. Bemerkenswert
ist dagegen der hohe Anteil (fast 25 Prozent) der türkischen
Haushalte in neueren Wohnungen in Salzburg.
Auch die Wohnungsverhältnisse sprechen für sich: 43 Prozent der
jugoslawischen und 35 Prozent der türkischen Zuwanderer leben
österreichweit in Wohnungen unter 45 Quadratmetern, dafür aber nur
rund 9 Prozent der Inländer. 1997 waren nur noch drei von 100
österreichischen Haushalten in Substandardwohnungen anzutreffen,
dafür aber 36 Prozent der jugoslawischen und 27 Prozent der
türkischen Familien. Das ist aber immerhin bei Jugoslawen um 15
Prozent und bei Türken um 20 Prozent besser als 1991.
Rückfragehinweis: Niederösterreichische Landesregierung
Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312
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