Wohnverhältnisse nach der Staatsbürgerschaft:

Über die Hälfte der NÖ Altbauwohnungen gehören Zuwanderern

St.Pölten (NLK) - 1991 war es noch schlechter, aber auch bei der Mikrozensus-Auswertung des Statistischen Zentralamtes für 1997 - vor kurzem veröffentlicht - hat sich auf diesem Gebiet noch nicht viel verändert: Eine von fünf Hauptwohnsitz-Wohnungen aus der Zeit vor 1919 gehört Österreichern, aber über 60 Prozent Ex-Jugoslawen und Türken. In der Bundeshauptstadt lebten 85 Prozent (Jugoslawen) und 88 Prozent (Türken) in Wohnungen, die vor 1919 errichtet wurden. In Niederösterreich schaut die Lage etwas besser aus, weil der Anteil von Wohnungen in alten Gebäuden in der Bundeshauptstadt mit 35 Prozent am höchsten ist. Aber auch in Niederösterreich leben die ehemaligen Jugoslawen mit über 54 Prozent und die Türken zu fast 59 Prozent in Wohnungen, die bis 1918 errichtet wurden. Bemerkenswert ist dagegen der hohe Anteil (fast 25 Prozent) der türkischen Haushalte in neueren Wohnungen in Salzburg.

Auch die Wohnungsverhältnisse sprechen für sich: 43 Prozent der jugoslawischen und 35 Prozent der türkischen Zuwanderer leben österreichweit in Wohnungen unter 45 Quadratmetern, dafür aber nur rund 9 Prozent der Inländer. 1997 waren nur noch drei von 100 österreichischen Haushalten in Substandardwohnungen anzutreffen, dafür aber 36 Prozent der jugoslawischen und 27 Prozent der türkischen Familien. Das ist aber immerhin bei Jugoslawen um 15 Prozent und bei Türken um 20 Prozent besser als 1991.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK