Handwerk: Wohnbauförderung muß dringend "renoviert" werden

Achleitner: "Wirksame Kontrolle der Verwendung der Wohnbau- förderungsmittel würde Pfusch eindämmen"

Wien (Pwk) - "Wenn die Regierung ernsthaft Pfusch und
Schwarzarbeit bekämpfen will, dann gehört die Wohnbauförderung dringend renoviert", ist Friedrich Achleitner, Obmann der Bundessektion Gewerbe und Handwerk überzeugt. Derzeit gibt der Bund die Mittel der Wohnbauförderung an die Länder weiter, ohne deren Verwendung zu kontrollieren. "Das führt dazu, daß die Steuerzahler den privaten Wohnbau mit erheblichen Förderungsmitteln unterstützen, die dann letztlich steuer- und abgabenfrei in die Taschen privater Pfuscher fließen. Kein Wunder also, daß der Pfusch jener Bereich mit den stärksten Zuwachsraten ist". ****

Achleitner schlägt vor, den Umfang der Wohnbauförderung stärker an die Vorlage von Rechnungen von Gewerbe- und Handwerksbetrieben zu knüpfen. Die Kontrolle über die Verwendung der Wohnbauförderungsmittel obliegt Finanzminister Edlinger. "Er braucht seine Beamten lediglich anzuweisen, darauf zu achten, daß aus Wohnbauförderungsmittel finanzierte Bauleistungen nur von befugten Unternehmen erbracht wurden. Das Wohnbauförderungs-Zweckzuschußgesetz gibt ihm die Möglichkeit dazu", stellt Achleitner fest. Die derzeitige Praxis einiger Bundesländer, sich lediglich mit Materialrechnungen zufriedenzugeben, sei hingegen keineswegs geeignet, Pfuscharbeiten zu unterbinden.

Eine weitere Möglichkeit wäre es, Förderungsmittel aus der Wohnbauförderung an der Differenz zwischen den Preisen offizieller Betriebe und jenen für im Pfusch erbrachte Leistungen zu bemessen. Damit würde kein Anreiz mehr bestehen, Pfuscher zu beschäftigen.

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