BMAGS: Frühdefibrillation als Vorgriff auf umfassendes Sanitätergesetz im Gesundheitsausschuss beschlossen-

Verhandlungen über Sanitätergesetz werden vorangetrieben

Wien, 13. Jänner 1999 (BMAGS).- In der heutigen Sitzung des Gesundheitsausschusses wurde die Regelung beschlossen, wonach künftig Sanitäter mit einer entsprechenden Grundausbildung und nach Absolvierung einer 15 Stunden dauernden Spezialschulung Maßnahmen der Frühdefibrillation durchführen dürfen. Diese Regelung ist ein Vorgriff auf die geplante Schaffung eines umfassenden Sanitätergesetzes.****

Die Verhandlungen über das gesamte Gesetzesvorhaben werden in
den nächsten Wochen intensiv weitergeführt. Ziel der kommenden Neuregelung ist die Schaffung eines umfassenden Ausbildungssystems, welches den steigenden Anforderungen des Rettungswesens sowohl im Hinblick auf die Ausbildung von ehrenamtlichen als auch von hauptberuflichen Sanitätern Rechnung trägt. Diese für ganz Österreich gültigen Ausbildungsstandards werden gewährleisten, dass die Patienten weiterhin eine optimale Erstversorgung erhalten.

Seit Ablauf der Begutachtungsfrist Ende Oktober hat das
Ressort zahlreiche bilaterale Gespräche mit Vertretern aller Rettungsorganisationen, der Gewerkschaften, der Ärztekammer, der Arbeiterkammer, dem BMI, dem BMLV, der Verbindungsstelle der Bundesländer, Vertretern einzelner Bundesländer sowie den Regierungsparteien geführt.

Die Verhandlungen in den letzten Wochen haben zu einer
weitgehenden Annäherung der Positionen geführt, sodass der Begutachtungsentwurf in wesentlichen Passagen überarbeitet werden konnte. So wurde beispielsweise die Begrifflichkeit im Zusammenhang mit der Ausübung von Tätigkeiten für haupt- und ehrenamtliche Sanitäter verdeutlicht, um Missverständnisse, die im Zusammenhang mit dem Begutachtungsentwurf aufgetreten sind, auszuräumen.

Folgende Punkte wurden auf Verhandlungsvarianten eingegrenzt:

So existieren unter anderem Varianten zum Bereich der Zusatzqualifikationen, der Dauer der Aufbewahrungsfrist der Dokumentationen, der Vorgehensweise bei der Rezertifizierung der lebensrettenden Sofortmaßnahmen, Ausbildungsvoraussetzungen für die hauptamtliche Berufsausübung, beim Ausmaß der Praktika im Krankenhaus für die Ausbildung der Notfallsanitäter und der Notfallsanitäter mit erweiterter Notfallkompetenz, sowie bei der Häufigkeit der Weiterbildung für Sanitäter.

In den nächsten Wochen werden weitere Verhandlungsrunden mit
den beteiligten Partnern und auf politischer Ebene stattfinden, die Ende Februar in einen akkordierten Entwurf für eine Regierungsvorlage münden sollen.

(schluss)

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