Hostasch: Sozialbericht bestätigt Treffsicherheit der österreichischen Sozialleistungen-

Bericht zur sozialen Lage 1997 erschienen

Wien, 13. Jänner 1999 (BMAGS).- "Der Bericht zur sozialen Lage
in Österreich im Jahr 1997 bestätigt einmal mehr die Treffsicherheit des österreichischen Sozialsystems", betonte heute Bundesministerin Lore Hostasch. Eine Analyse über die Verteilung der Sozialausgaben in Österreich, die nach einer EU-weit einheitlichen empirischen Prüfung der Effizienz der Sozialtransfers (European Community Household Panel) angestellt wurde, habe
ergeben, dass mehr als 60% aller Sozialleistungen auf die untersten drei Einkommensdezile entfallen. "Somit ist sichergestellt, dass
die Sozialleistungen jenen Menschen zugute kommen, die sie auch wirklich brauchen", unterstrich Hostasch.****

Die Ergebnisse im Detail

Im Rahmen einer repräsentativen österreichweiten Befragung
(4.000 Haushalte/10.000 Haushaltsmitglieder) wurden detailliert
die Einkommensbestandteile der Haushalte erhoben.

Verteilung der Sozialleistungen (nur Geldleistungen) auf
die Gesamtbevölkerung nach Einkommensdezilen:

Mehr als 60% aller Sozialleistungen entfallen auf die
untersten drei Einkommensdezile, 7% auf die drei obersten.

1. bis 3. Einkommensdezil 61% aller Sozialleistungen
4. bis 7. Einkommensdezil 32% aller Sozialleistungen
8. bis 10. Einkommensdezil 7% aller Sozialleistungen

Hälfte aller Sozialtransfers in Pensionistenhaushalte

Mehr als die Hälfte aller Sozialtransfers entfällt der
Analyse zufolge auf Pensionistenhaushalte. Das Pro-Kopf-
Einkommen in Pensionistenhaushalten (ohne Berufstätige im
Haushalt) beträgt mehr als drei Viertel von Berufstätigen-Haushalten. "Damit wird das Ziel der Lebensstandardsicherung in unserem Pensionssystem eindrucksvoll dokumentiert", bekräftigte Hostasch.

Bei den unteren Einkommensgruppen der
Pensionistenhaushalte liegt die Ersatzquote der
Pensionseinkommen deutlich über 90 Prozent: Dies ist auf die bedarfsorientierte Mindestsicherung durch das Ausgleichszulagensystem zurückzuführen, welche Altersarmut und soziale Ausgrenzung vermeidet.

Haushalte mit Personen im Erwerbsalter

Die Verteilung der Sozialtransfers auf Haushalte mit
Personen im erwerbsfähigen Alter (ohne Pensionistenhaushalte) bestätigt ebenfalls die Zielgenauigkeit der Transferleistungen:

1. bis 3. Einkommensdezil 54% aller Sozialleistungen
4. bis 7. Einkommensdezil 37% aller Sozialleistungen
8. bis 10. Einkommensdezil 9% aller Sozialleistungen

Im untersten Einkommenszehntel werden 60% des
Haushaltseinkommens von Sozialleistungen abgedeckt, im obersten
sind es ca. 2%.

Auch die weitgehend, nicht einkommensabhängig gestalteten Familienleistungen entfallen zu mehr als der Hälfte auf die untersten 3 Einkommenszehntel und mit 13% auf die obersten
drei.

"Die Zielgenauigkeit der sozialen Transferleistungen in
Österreich belegen einmal mehr die Richtigkeit der österreichischen Sozialpolitik, die Finanzmittel nicht nach dem Gießkannenprinzip verteilen will, sondern sie jenen Personen zukommen lassen will, die sie für ihre Existenzsicherung benötigen", sagte Hostasch abschließend.

(schluss)

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