Zwei Milliarden Schilling für 900.000 Tonnen Abfälle

Theresienfeld: Fischer-Deponie bis Ende 2002 geräumt

St.Pölten (NLK) - In den Räumen der Marktgemeinde Theresienfeld und damit nur wenige hundert Meter von der Altlast Fischer-Deponie entfernt fand heute eine Pressekonferenz statt. Die Aussagen darin, kurz dargelegt: Die Fischer-Deponie umfaßt rund 900.000 Tonnen Abfälle, deren Beseitigung rund zwei Milliarden Schilling kostet, darunter eine unbekannte Menge Sondermüll. Die Räumung mit dem ersten LKW beginnt voraussichtlich Ende 1999 und dauert annähernd drei Jahre, also bis zum Winter 2002. Die Räumung werden Firmen vornehmen, die für die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt arbeiten. Derzeit und schon seit Jahren ist die Fischer-Deponie durch eine Sperrbrunnen-Anlage gesichert. Diese Sicherung ist aber nur eine vorübergehende Maßnahme.

Bezirkshauptmann Mag. Herbert Marady ging besonders auf die Tatsache ein, daß nach den Verzögerungen nunmehr erstmals die ganze Deponie zur Verfügung steht, und zwar nicht in Segmenten, sondern in Tonnagen. Die Vorbereitungen der Räumung sind bereits im Gange. Durch die Arbeit der ursprünglichen Firmen werden vier bis fünf Monate gewonnen. Besonders wichtig seien Probegrabungen, darunter mit einer Bohrmaschine, die einen Durchmesser von 1,5 Metern aufweist.

Bezirkshauptmann-Stellvertreter Dr. Heinz Zimper - der "Exekutor" - meinte, zuerst würden die Untersuchungen kommen, dann die eigentliche "Operation": Die Untersuchungen würden sehr umfangreich sein, wenngleich vorhandene Daten bereits heute verarbeitet würden. So würde die geoelektrische Tomographie die Widerstandskategorien der Abfälle nach Farben ausgewertet und kenntlich gemacht. So werde klar, was in der Deponie enthalten sei. Der Abtransport geschehe über die Straßenverbindung "Nordspange", die voraussichtlich im Spätherbst 1999 zur Verfügung stehe, sofern nicht der Bahn in Frage komme. Anrainer würden dadurch nicht gefährdet.

Bürgermeister Gerhard Barak fügte eingangs die Feststellung hinzu, daß sicher nicht der frühere Deponiebetreiber, sondern letztlich die Bezirkshauptmannschaft Wiener Neustadt die Räumung der Fischer-Deponie durchziehen werde.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2312Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK