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Seibersdorf (OTS) - Das EU-Programm SPIRE bietet kleinen Softwareunternehmen ein kostenloses Prozeßassessment und Benchmarking als Mittel zur Verbesserung ihrer Leistungsfähigkeit. Am 13. 1. 1999 findet die SPIRE-Abschlußveranstaltung in der Wirtschaftskammer Österreich statt. Das Interesse ist unerwartet groß - fast 300 Teilnehmer haben sich angemeldet. Das zeigt, daß die österreichische mittelständische Wirtschaft die Zeichen der Zeit verstanden hat und die gebotenen Chancen nützen will. Die Initiative wird in Österreich durch die Austrian Research Centers weitergeführt, wofür Mittel und Wege sowie Kooperationen gesucht werden.

Die Ausschreibung und Bewerbung für die Teilnahme kleiner Softwareunternehmen oder Softwareteams (bis maximal 50 Mitarbeiter) am EU-Projekt SPIRE (Software Process Improvement in Regions of Europe) stieß in Österreich auf großes Interesse: ,,Von insgesamt 42 österreichischen Bewerbungen wuren 22 ausgewählt, von denen 19 den ganzen Weg erfolgreich beschritten haben", resümiert Erwin Schoitsch, der österreichische SPIRE-Koordinator von den Austrian Research Centers (Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf).

Das spezifische EU-Programm SPIRE zielt darauf ab, kleinen und kleinsten Softwareunternehmen die Möglichkeit zu geben, mit EU-Förderung ihre Software- und Geschäftsprozesse mit Unterstützung von ,,Mentoren" (geschulten Beratern) zu analysieren und diese -fokussiert auf einen oder zwei Schwerpunkte - entscheidend zu verbessern. Damit soll die Wettbewerbsfähigkeit und -position dieser Firmen optimiert werden. Wesentlicher Punkt war, daß die Softwareorganisationen den wesentlichen Schritt zur Verbesserung selbst durchführen - die Anleitung und Unterstützung durch das SPIRE Team und den Mentor beschränkte sich auf wenige Tage innerhalb der sechs Monate (10 - 12 Tage). Für die Durchführung des Verbesserungsprojektes erhielten die Unternehmen (je nach Größe der Aufgabe) eine direkte Unterstützung von maximal 15.000 ECU (im Mittel ca. 10.000 ECU). Zusätzlich wurde die Mentorenleistung sowie die Begleitunterstützung voll von SPIRE getragen.

Insgesamt beteiligten sich bisher rund 60 kleine Softwarehersteller aus vier europäischen Regionen (Irland, Nordirland, Schweden und Italien) an der auslaufenden SPIRE-Initiative. Diese Firmen haben unter der Anleitung eines Beraters - des ,,Mentors" - Prozessassessments durchführen lassen. Anschließend wurde ein aus den Ergebnissen abgeleitetes Software-Prozeßverbesserungsprojekt mit den Mentoren geplant und durchgeführt. Maximale Dauer: sechs Monate. Aktueller Stand laut Schoitsch: ,,Die Optimierungsprozesse sind bereits abgeschlossen und fast alle Fallstudien sind fertig."

SPIRE-Workshop zum Abschluß: Fast 300 Anmeldungen bestätigen die hohe Sensibilität der österreichischen Unternehmerschaft

In Koordination mit dem Fachverband für Unternehmensberater und Datenverarbeiter findet am 13. 1. 1999 in der Wirtschaftskammer Österreich (Rudolf Sallinger Saal; 18.00 bis 20.30 Uhr) ein SPIRE-Workshop statt, der diese EU-Initiative offiziell beendet. Die Besucher erhalten eine kostenlose Ausgabe des SPIRE-Handbuchs ,,Best Practice Guide" - Better, Faster, Cheaper Development in Small Organisations". Darin werden die Methode sowie die Erkenntnisse aus den Projekten in objektivierter Form veröffentlicht - Unternehmen und Berater erhaltendamit ein wertvolles Handbuch, welches viele praxisnahe Hinweise und Tips zu allen Software- und Geschäftsprozessen (nach dem Modell des internationalen Standards ISO 15504, SPICE, aufbereitet) anbietet.

Das Interesse an der Veranstaltung ist überraschend groß - es liegen bereits fast 300 Anmeldungen vor. Schoitsch dazu: ,,Wer seine Geschäftsprozesse optimiert, hat im Wettbewerb die Nase vorn. Es freut mich, daß unsere österreichischen Firmen sich dieser Herausforderung stellen, um ihre Wettbewerbschancen zu steigern." Laut Schoitsch bedeutet das Auslaufen der SPIRE-Initiative nicht das Ende der Prozeßoptimierungen durch österreichische Mentoren. Vielmehr besteht der Plan, daß die Austrian Research Centers diese Initiative in Österreich weiterführen, wofür derzeit Kooperationen mit Interessensverbänden und öffentlichen Stellen sowie Fördereinrichtungen gesucht werden.

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Dipl.-Ing. Erwin Schoitsch
Österreichisches Forschungszentrum Seibersdorf
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Email: erwin.schoitsch@arcs.ac.at

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