Gürtler: "Wir können uns auf die Jahrtausendwende freuen"

Trotz allem Optimismus: Lage der Tourismus-Betriebe bleibt angespannt - Überbürokratisierung als Hemmschuh

Wien (PWK) - Die trotz schwieriger Rahmenbedingungen konsequent verfolgte Qualitätsstrategie der Hotellerie und die zunehmende Vernetzung des touristischen Angebots haben wesentlich zum guten Abschneiden der Tourismuswirtschaft beigetragen. Dabei ist der Branche, insbesondere der Stadthotellerie, natürlich auch die EU-Präsidentschaft mit ihren zahlreichen Veranstaltungen sehr zugute gekommen. "Bei dieser Ausgangslage können wir optimistisch ins Jahr 1999 blicken und uns auf die Jahrtausendwende freuen. Hier sind der unternehmerischen Phantasie keine Grenzen gesetzt, um den Jahreswechsel für die Gäste zum Jahrtausenderlebnis zu machen", stellte die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Dkfm. Elisabeth Gürtler, Dienstag mittag zu Eröffnung des diesjährigen ÖHV-Hotelierkongresses in Kitzbühel einleitend fest. ****

Trotz aller verständlicher Begeisterung müsse daran erinnert werden, daß die betriebswirtschaftliche Lage vieler Betriebe nach wie vor äußerst schwierig ist. Besonders ernst ist die Entwicklung der Lohnnebenkosten. Negativ wirkten sich zudem die wirtschaftsfremden und oft den Interessen der Arbeitnehmer zuwiderlaufenden arbeits- und sozialrechtlichen Vorschriften - die vor allem auf den produzierenden Bereich und nicht auf Dienstleistung zugeschnitten sind - aus. Dadurch werde jede zeitgemäße Flexibilisierung, Arbeitszeit- oder Urlaubsregelung verhindert. "Es ist beispielsweise unerklärlich, warum eine vernünftige Regelung für die Urlaubsaliquotierung nicht durchsetzbar sein sollte. Hier werden wir mit unseren Forderungen keinesfalls nachlassen", kündigte Gürtler an.

Vielen Unternehmern vergälle die Überbürokratisierung und der "Kontroll-Overkill" die Freude am Unternehmen. Auch die ständig neuen und oftmals sinnlos scheinenden statistischen Datenerhebungen geben den Unternehmern das Gefühl, zu "Hilfs-Sheriffs" der Republik zu werden. Es werde daher auch in Zukunft, "ausgestattet mit dem Selbstbewußtsein einer erstarkenden Branche", Aufgabe der Interessensvertreter sein, die Öffentlichkeit auf diese z.T. untragbaren Situationen aufmerksam zu machen und für ihre Beseitigung zu kämpfen: "Zur sinnvollen Beseitigung unzeitgemäßer Bürokratie gibt es von uns genügend Vorschläge", unterstrich Gürtler.

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