Prammer: Österreich ist endlich frei von Pelztierfarmen

Wien (OTS) - Österreich ist seit kurzem frei von Pelztierfarmen.
Im Dezember 1998 mußte die letzte Pelztierfarm schließen. "Ein wichtiger Schritt für den Tierschutz in Österreich", stellt Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer fest.

Österreich hat damit bei der Haltung von Pelztieren EU-weit einen beispielgebenden Schritt gesetzt. Nunmehr gilt es, auf EU-Ebene eine Verbesserung bei den Haltungsbedingungen von Pelztieren zu erreichen. Prammer hat deshalb erst kürzlich von EU-Kommissar Franz Fischler gefordert, auf EU-Ebene rasch für tierfreundliche Haltungsbedingungen für Pelztiere zu sorgen. "Pelztiere sind Wildtiere. In engen Käfigen, in denen sie nicht laufen oder schwimmen können, wie es ihrer Natur entspricht, leiden die Tiere", begründet Prammer ihre Forderung.

Seit heuer sind Pelztiere auf EU-Ebene rechtlich als landwirtschaftliche Nutztiere definiert, obwohl sie eigentlich Wildtiere sind. "Es müssen daher unbedingt rasch rechtliche Maßnahmen gegen eine Massentierhaltung auf Pelztierfarmen gesetzt werden. Wenn beispielsweise ein Nerz nicht schwimmen und damit seinen natürlichen Bewegungsdrang nicht ausleben kann, leidet das Tier furchtbare Qualen", so Prammer.

Die EU-Kommission muß jetzt rasch einen Vorschlag für eine art-und tierschutzgerechte Haltung von Pelztieren vorlegen. Dies ist umso mehr notwendig, da auch in der Richtlinie des Rates der EU Pelztiere als schutzwürdige Tiere genannt werden. "Die EU-Kommission muß nun rasch tätig werden", fordert Prammer.

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