Ad hoc-Service: tecis-Altaktionäre verzichten auf Dividende für 1998

Hamburg (ots Ad hoc-Service) - Für den Inhalt ist allein der Emittent verantwortlich tecis-Altaktionäre verzichten auf
Dividende für 1998

Außerordentlicher Gewinn fließt in die Rücklagen - Kein Grund mehr für Kursabschlag der jungen Aktien - Weitere Expansion durch Akquisitionen geplant

Vorstand und Aufsichtsrat der tecis Holding AG, Hamburg, werden der Hauptversammlung im Juni vorschlagen, für das Geschäftsjahr 1998 keine Dividende auszuschütten. Damit reagiert das Unternehmen auf Vorwürfe, daß die Altaktionäre möglicherweise zu sehr gegenüber den neuen Anteilseignern bevorzugt werden. "Wir haben uns mit den Altaktionären kurzfristig auf einen Dividendenverzicht geeinigt", sagte Vorstandsvorsitzender Christian Steinberg, der selbst als Altaktionär 16,2 Prozent der Anteile hält. Damit demonstriere der Finanzvertrieb, daß er die Wünsche und Interessen der neuen Aktionäre sowie die Strategie des Shareholder Value "extrem ernst" nehme. Die erst am 4. Dezember begebenen neuen Aktien sind für das Jahr 1998 noch nicht dividendenberechtigt. Der unerwartet hoch ausgefallene außerordentliche Ertrag werde zusammen mit dem operativen Ergebnis voll in die Rücklagen fließen und so den Wert des Unternehmens im Interesse aller Aktionäre weiter steigern.

Ende Dezember hatte der Finanzvertrieb den Verkauf von einem geringen Teil des Kundenbestandes an einen großen Produktpartner bekanntgegeben, der für einen außerordentlichen Gewinn von 1,6 Mio. DM sorgte. Die Kundenbestände befanden sich vornehmlich in strukturschwachen Regionen, in denen tecis bewußt nicht mehr aktiv ist. "Durch die Veräußerung sparen wir künftig die aufwendige Betreuung dieser Kunden, was sich positiv auf den operativen Gewinn auswirken wird", so Steinberg.

Der deutlich höher als erwartet ausgefallene Betrag aus der Veräußerung hatte zu Überlegungen geführt, für 1998 doch eine Dividende auszuschütten. Ursprünglich war das Unternehmen davon ausgegangen, daß die Kosten des Börsengangs sowie die geplante Einstellung in die Gewinnrücklagen für 1998 keine Dividendenzahlung erlaubten. Der vereinnahmte außerordentliche Ertrag sollte in die Gewinnrücklagen fließen. Er war mehr als ausreichend, um die Rücklagen aus dem Ergebnis 1998 wie geplant zu dotieren. Aus einem Teil des operativen Gewinns hätte dann eine Dividende gezahlt werden können. Die Ausschüttung wäre jedoch deutlich geringer ausgefallen als die letzte, für 1997 gezahlte Dividende von 1,825 DM netto, und die 1998er Dividende hätte nur an die Besitzer der alten Aktien gezahlt werden können.

"Nun werden operativer und außerordentlicher Gewinn in die Rücklagen fließen", kündigte Steinberg an. Damit profitierten auch die neuen Aktionäre in vollem Umfang von dem erfolgreichen Geschäftsjahr 1998. Durch den Dividendenverzicht der Altaktionäre werden junge und alte Aktien de facto gleichgestellt. Der einzige Unterschied, die Dividendenberechtigung für 1998, entfällt. "Wir erwarten, daß sich der Kurs der jungen Aktien nun dem deutlich höheren Kurs der alten Aktien rasch annähert, da jeder Grund für einen Abschlag entfällt", sagte Steinberg. Am Freitag schlossen die jungen Aktien mit 48,10 DM, die alten Aktien mit 64,75 DM. Spätestens Ende Juli werden beide Aktien verschmolzen. Für 1999 sollen alle tecis-Aktien eine Dividende von 1,85 DM netto erhalten. Der Gewinn je Aktie soll bereits in diesem Jahr deutlich von 1,80 DM auf 2,57 DM steigen. Die geplante starke Expansion dürfte im Jahr 2001 für einen Ergebnissprung auf mehr als 6 DM je Aktie sorgen.

tecis werde die weiter gestärkten Rücklagen für die künftige Expansion nutzen, so Steinberg. Insbesondere führe tecis derzeit Gespräche mit kleineren Finanzvertrieben über mögliche Akquisitionen, Beteiligungen und Kooperationen.

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