Rotes Kreuz/Österreich Österreich: Dünnes Eis

Wien (ÖRK) - Helfer haben nur wenige Minuten Zeit, um einen im Eis eingebrochenen Menschen zu retten. "Eiskaltes Wasser führt sehr rasch zur Bewegungsunfähigkeit und verursacht starke Schmerzen", sagt OA Dr.Christian Feinböck vom Österreichischen Roten Kreuz. "Der Eingebrochene kann sich aus diesem Grund nur kurz an der Wasseroberfläche halten. Er muß alle geistigen und körperlichen Kräfte mobilisieren, um eine Panik zu vermeiden und möglichst schnell das eiskalte Wasser verlassen zu können. Aber auch dafür ist die Zeitspanne sehr kurz."

Trotz aller Eile ist für den Retter Vorsicht oberstes Gebot. Das Eis an der Unglücksstelle ist nicht mehr tragfähig. "Eine Rettung sollte - wenn möglich - vom Ufer aus geschehen. Mit einem Brett, einer Leiter oder im günstigsten Fall mit einem Rettungsball an einer Leine kann versucht werden, den Eingebrochenen zu erreichen. Dieser kann sich damit über Wasser halten oder auf das Eis ziehen", so Feinböck.

Das Wichtigste ist jetzt, umgehend über Notruf 122 die Feuerwehr zu alarmieren, die die Bergung mit speziellen Geräten und geschultem Personal durchführt.

Die Eisdecke über einem Gewässer muß nicht überall gleich stark sein. Strömungen, warme Zuflüsse, Gasbläschen oder dünn überfrorene Einbruchsstellen sind mögliche Ursachen für unterschiedliche Dicke der Eisdecke. Kontrolliert werden Natureisflächen meistens von Eislaufvereinen. Diese geben dann Teiche oder Seen zum Eislaufen frei. "Grundsätzlich sollten nur offiziell freigegebene Eisflächen betreten werden. Deren Tragfähigkeit ist absolut sicher", sagt Feinböck.

Rückfragehinweis: ÖRK/Gesundheitsredaktion

Mag.Bernhard Jany
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11.1.1999

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