SPÖ will freien Wohnungsmarkt mit aller Gewalt ruinieren

Steller: "Abschaffung befristeter Mietverträge und Senkung der Maklerprovisionen wird tausende Arbeitsplätze kosten"

Wien (Pwk) - "Die Wahlkampfzuckerl der SPÖ, befristete Mietverträge abzuschaffen und Maklerprovisionen zu senken, werden das Wohnen nicht billiger machen, sondern den mühsam aufgebauten freien Wohnungsmarkt ruinieren und zigtausende Arbeitsplätze vernichten", warnt Gerhard Steller, Bundesinnungsmeister der Immobilien- und Vermögenstreuhänder anläßlich der Salzburger SPÖ-Klausur in einer Aussendung der Wirtschaftskammer Österreich. ****

Gerade die befristeten Mietverträge haben dazu beigetragen, daß sich der Wohnungsmarkt sehr dynamisch entwickelt hat. "Mit ihrer Abschaffung will die SPÖ offensichtlich das Wohnungsangebot künstlich verknappen und dafür sorgen, daß leerstehende Wohnungen wieder gehortet werden. Jedes Milchmädchen weiß, daß bei einer Verknappung des Angebots die Preise steigen. Der bereits vergessene Ablöseunfug wird fröhliche Urstände feiern. Könnte es sein, daß einige sozialistische Politiker den freien Wohnungsmarkt ausschalten wollen, um sich ihren Einfluß bei der Wohnungsvergabe zu sichern"?

Steller ist überzeugt, daß sich die SPÖ mit ihren abstrusen Ideen in ganz Europa lächerlich machen wird. "Da führen wir eine europaweit einheitliche Währung ein und fallen im Wohnrecht in die Verhältnisse der Nachkriegszeit zurück. Wir wären nämlich das einzige europäische Land, in dem es keine Befristungsmöglichkeiten für Mieten gibt".

Strikt abgelehnt wird von Steller eine Senkung der Maklerprovisionen. "Wir haben einen freien Wohnungsmarkt, niemand ist gezwungen, die Leistungen eines Maklers in Anspruch zu nehmen. Wer genug Zeit hat und über das entsprechende Fachwissen verfügt, kann auch ohne Makler auf Wohnungssuche gehen". Eine Umfrage des österreichischen Gallup-Institutes hat ergeben, daß die Konsumenten in erster Linie die Betriebskosten, Steuern und Abgaben für den Anstieg der Wohnungskosten verantwortlich macht. Einmalige Kosten wie die Maklerprovisionen spielen kaum eine Rolle.

Die teilweise Beseitigung der "Zwangsbewirtschaftung" im Wohnrecht hat in den letzten Jahren einen gut funktionierenden Wohnungsmarkt mit einem breiten Angebot an leistbaren Wohnungen geschaffen. Wie die Erhebungen der Bundesinnung zeigen, sind die Mieten in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken. In vielen Bereichen werden nicht einmal mehr die Richtwerte erreicht, weil sowohl bei den frei zu vereinbarenden Mieten als auch bei den Richtwertmieten die Kriterien des Marktes preisgestaltend wirken. Auch Anleger schätzen die Stabilität des heimischen Immobilienmarktes und investieren wieder häufiger in inländische Projekte. "Mit den populistischen Vorschlägen der Sozialdemokraten wird das Vertrauen der Investoren in den heimischen Markt in seinen Grundfesten erschüttert, die Gelder fließen wieder ins benachbarte Ausland. Daß damit auch tausende Jobs in Österreich gefährdet sind, scheint den SPÖ-Funktionären offenbar völlig egal zu sein", kontert Steller.

"Wenn die SPÖ wirklich das Wohnen billiger machen will, dann sollte sie lieber alles daran setzen, weitere Exzesse der Gemeinden bei den Abgaben zu verhindern, die vor allem die Betriebskosten rapide in die Höhe schnellen lassen", so Steller. Alleine die Gebühren für Trinkwasser, Abwasser und Müllentsorgung haben sich laut einer Untersuchung der Forschungsgesellschaft Wohnen, Bauen und Planen (FGW) von 1988 bis 1995 um 66 % (2.350) Schilling erhöht. Vor allem aber stiegen sie deutlich stärker als die Betriebskosten als ganzes. Damit trugen sie in zunehmendem Maße dazu bei, daß aus den Betriebskosten eine "zweite Miete" wurde. Der Anteil der öffentlichen Abgaben an den Betriebskosten beträgt mittlerweile 30 Prozent. Dieser Trend hat sich auch in den letzten drei Jahren besonders in den Bundesländern weiter fortgesetzt. Während die Betriebskosten in den letzten 10 Jahren durschnittlich um 4,8% gestiegen sind, haben Salzburg und Innsbruck ihre öffentlichen Abgaben jährlich um 7,2% bzw. 7,4% erhöht. Spitzenreiter ist Graz mit nicht weniger als durchschnittlich 8,2% jährlicher Steigerungen der öffentlichen Abgaben.

Die von einer SPÖ-nahen Kammerorganisation vorgelegten Daten zur Höhe der Provisionen in Europa, wonach in Österreich die Makler zu hohe Provisionen verlangen, bezeichnete Steller als "absolut unseriöses mathematisches Zahlenspiel". Höchstprovisionen wurden mit tatsächlichen Durchschnittssätzen im Ausland verglichen, ohne zu berücksichtigen, daß Höchstprovisionen jede Vermittlung, auch im Niedrigpreissegment, zulassen müssen. Tatsächlich liegt Österreich bei den durchschnittlichen Provisionssätzen im europäischen Mittelfeld, wenn man die Vermietungsdauer berücksichtigt.

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