Freie Berufe: SPÖ schwenkt auf Wirtschaftskammer-Linie ein

Hanreich verlangt Nagelprobe für SPÖ-Schwenk: Endlich modernen Beruf des gewerblichen Buchhalters einführen

pwk - "Es ist erfreulich, daß jetzt offenkundig auch die SPÖ -zumindest im Vorwahlkampf - das schlummernde Beschäftigungspotential bei den freien Berufen erkennt und endlich auf die Forderungen der Wirtschaftskammer Österreich - spät aber doch - einschwenkt", kommentiert Hanspeter Hanreich, Leiter der Rechtspolitischen Abteilung der Wirtschaftskammer Österreich, die Ankündigung von SP-Klubobmann Peter Kostelka, die Beschränkungen bei den freien Berufen abbauen zu wollen, Staatsaufgaben auszulagern und Bürokratie zurückzudrängen. Wie ernst dieser Meinungsschwenk wirklich gemeint ist, werde die SPÖ-Praxis der kommenden Monate zeigen - etwa bei der Wiedereinführung des Bilanzbuchhalters in der Gewerbeordnung. ****

Hanreich verweist auf die zuletzt von der Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Studie des IHS "(Re-)Regulierung der Freien Berufe" - Ein Vergleich der Regulierungssysteme der rechts- und wirtschaftsberatenden Freien Berufe in Österreich und drei weiteren europäischen Ländern", um strukturelle Defizite abzubauen. Und er verweist auch auf diverse OECD-Berichte: "Daß qualifizierte Dienstleistungen auf akademischem Niveau weltweit zu den wichtigsten Wachstumsbeschleunigern gehören, steht in jedem OECD-Bericht. Die OECD sagt aber auch seit Jahren, daß das Berufsrecht der freien Berufe mit Vorbehaltsrechten, Wettbewerbsverboten, überlangen Ausbildungszeiten und insbesondere die Beschränkungen in der Zusammenarbeit mit Gewerbetreibenden einen Nachteil für den Wirtschaftsstandort darstellt." Um der heimischen Wirtschaft den Anschluß an die internationale Entwicklung zu sichern, habe die WKÖ deshalb schon vor drei Jahren begonnen, Studien zur Neuordnung des Standesrechts der wirtschaftsnahen Freien Berufe zu vergeben.

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