BMAGS: Gute Werte bei Beschäftigten und mehr offene Stellen bei geringfügig gestiegener Arbeitslosigkeit-

Arbeitsmarktlage Ende Dezember 1998

Wien, 7. Jänner 1999 (BMAGS).- Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten betrug Ende Dezember 3,044.092 (Männer: 1,706.209, Frauen: 1,337.883). Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres stieg somit die Beschäftigtenzahl um 19.372 (+ 0,64 Prozent).

Günstig entwickelte sich auch der Stellenmarkt. Im Dezember
1998 waren 21.612 offene Stellen zur Besetzung vorgemerkt, um 2.694 mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Das entspricht einer Steigerung von 14,2 Prozent.

Arbeitslosigkeit

Insgesamt waren Ende Dezember beim Arbeitsmarktservice
270.835 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das bedeutet im Vorjahresvergleich einen leichten Anstieg um 1.488 oder 0,6 Prozent.

Die Zahl der arbeitslosen Männer lag Ende Dezember 1998 bei 159.877 und war damit - auch aufgrund von unterschiedlicher Strukturen und Saisonverläufe - höher als die der arbeitslosen Frauen mit 110.958. Im Vorjahresvergleich stieg die Männerarbeitslosigkeit um 672 oder 0,4 Prozent, bei den Frauen um 861 oder 0,8 Prozent. Generell hat sich die Beschäftigungssituation im Fremdenverkehr im Dezember besser als erwartet entwickelt (Rückgang der Arbeitslosigkeit um 1.181). In den Saisonberufen stieg die Arbeitslosigkeit geringfügig um 228 Personen oder 0,3 Prozent auf 78.537 an. In den Produktionsberufen (ohne Bauberufe) sank die Arbeitslosigkeit um 211 oder minus 0,3 Prozent auf 77.163. Besonders erfreulich die Entwicklung bei den Metallberufen mit einem Minus von 636 Personen. In den Dienstleistungsberufen (ohne Fremdenverkehr) stieg die Arbeitslosenzahl gegenüber Dezember 1997 um 1.471 oder 1,3 Prozent auf 115.135 an, wobei besonders die Zunahme in den Handelsberufen um 1.004 auffiel.

Besonders stark fiel der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei den ausländischen Arbeitskräften aus, von denen Ende Dezember 36.048 arbeitslos vorgemerkt waren. Während der Gesamtanstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr nur 0,6 Prozent betrug, lag er bei den ausländischen Arbeitskräften bei 3,4 Prozent. Diese Zunahme ist primär auf die Entwicklung im Bauwesen zurückzuführen, wo ein hoher Ausländeranteil bei der Beschäftigung zu verzeichnen ist.

Arbeitslosenquote

Nach den Berechnungen von eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union in Luxemburg, ergab sich für Österreich für Oktober 1998 eine Arbeitslosenquote von 4,4 Prozent.

Die Europäische Union hat insgesamt eine mehr als doppelt so hohe Arbeitslosenquote (9,8 Prozent).

Damit hat Österreich gemessen am europäischen Durchschnitt seine ausgezeichnete Position gehalten. Ausserdem ist die Umsetzung des fünfjährigen Nationalen Aktionsplanes (NAP) erfolgreich angelaufen, so dass die Zielsetzungen für das Jahr 2002 erreichbar scheinen.

Jugendbeschäftigung: Rückgang bei Lehrstellensuchenden

Im Vergleich zum Vorjahr gab es auch im Dezember neuerlich
einen Rückgang der Arbeitslosigkeit in der Alterskategorie der 15-bis unter 30-jährigen um 4.610 oder minus 5,6 Prozent.

Ende Dezember 1998 wurden nur noch 2.520 Lehrstellensuchende registriert, davon 1.144 Burschen und 1.376 Mädchen. Das bedeutet im Vorjahresvergleich einen Rückgang um 1.581 oder minus 38,6 Prozent. Trotz des Rückgangs der offenen Lehrstellen um 694 (minus 30,7 Prozent) standen immer noch 1.564 offene Lehrstellen zur Verfügung.

Das BMAGS hat in Zusammenarbeit mit dem APA-Grafikdienst die wichtigsten Arbeitsmarktdaten für Dezember 1998 in übersichtlichen Grafiken dargestellt.

Die zum Text gehörigen Grafiken sind in der APA/OGS-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel "OGS" abrufbar!

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