1999: PUNKTEFÜHRERSCHEIN SOLL POSITIVEN TREND STABILISIEREN! Verkehrsunfallbilanz 1998 zeigt Erfolg der Sicherheitsarbeit: voraussichtlich weniger als 1.000 Verkehrstote (rund -13%), etwa 2%

Wien, 31. Dezember 1998 (OTS) - weniger Verletzte und ca. 2% weniger Unfälle mit Personenschaden als 1997 - Österreichisches Verkehrssicherheitsprogramm: Ziel "Im Jahr 2005 täglich ein Verkehrstoter weniger !" - Offene Sicherheitsreserven nutzen ! =

"Die Unfallbilanz 1998 zeigt uns,
wie wichtig die Einführung der lebensrettenden 0,5-Promille-Grenze war und wie maßgeblich ihre Kontrolle ist - es müssen aber noch offene Sicherheitspotentiale wie etwa der Punkteführerschein oder das Fahren mit Licht auch am Tag ausgeschöpft werden, um den positiven Trend zu konsolidieren", betont KfV-Präsident Komm.Rat Herbert FICHTA die Notwendigkeit weiterer Verkehrssicherheitsmaßnahmen zum Jahreswechsel 1998/99. Die Prognose für 1998: weniger als 1.000 Getötete (rund -13%), etwa 2% weniger Verletzte und ca. 2% weniger Unfälle mit Personenschaden auf Österreichs Straßen als 1997.

Um das durchaus realisierbare Ziel "Im Jahr 2005 täglich ein Verkehrstoter weniger" auch tatsächlich zu erreichen, wurde von hochrangigen Verkehrsexperten aus Politik, Verwaltung, Forschung und Praxis das "Österreichische Verkehrssicherheitsprogramm" erarbeitet und kommentiert.

Seine Strategie:

· Stärkung der Verantwortung des Stärkeren für den Schwächeren

· Stärkung der Eigenverantwortung - Bewußtseinsbildung

· Legistische Maßnahmen, z.B. Einführung eines Punkteführerscheinsystems

· Wirksame Verkehrsüberwachung

· Sanierung von Unfallhäufungsstellen

· Evaluation der Maßnahmen

· Telematikmaßnahmen

· Vereinfachung der StVO

· Umsetzung der Verkehrssicherheitsmaßnahmen durch Bund, Länder und Gemeinden

Die Maßnahmenfelder des Österreichischen Verkehrssicherheitsprogramms und somit Schwerpunktbereiche der Verkehrssicherheitsarbeit der nächsten Jahre:

· Geschwindigkeit

· Abstand

· Sicherheitsgurt

· Alkohol und Drogen

· Medikamente und Ermüdung

· Sichtbarkeit

· Fußgänger- und Radfahrersicherheit (Ungeschützte Verkehrsteilnehmer).

"Verkehr für Menschen - so lautet der Grundsatz des Österreichischen Verkehrs-sicherheitsprogramms, und das soll auch unsere Leitlinie in eine sichere Zukunft auf Österreichs Straßen sein", appelliert KfV-Präsident FICHTA an Vernunft und Verantwortungsbewußtsein jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers. "Nicht der Mensch soll verkehrsgerecht, sondern der Verkehr muß menschengerecht gestaltet werden. Das bedeutet neben gesetzlichen und verkehrstechnischen Maßnahmen aber auch Bewußtseinsbildung und Selbstkontrolle. Jeder von uns kann zu einem verstärkten Miteinander im Straßenverkehr seinen Teil beitragen - mit aktivem Umdenken zu mehr Toleranz und Rücksichtnahme, weg von Egoismus und Aggression am Steuer. Das sollte unser aller baldigst in die Tat umgesetzter guter Vorsatz für das Neue Jahr und alle darauffolgenden sein."

Erstmals seit Einführung der amtlichen Unfallstatistik sind auf Österreichs Straßen in einem Kalenderjahr weniger als 1.000 Verkehrstote zu verzeichnen, dennoch ist dies für das KfV erst ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Präsident FICHTA: "1998 wurde zwar die Grenze der 1.000 Verkehrstoten zum ersten Mal unterschritten, doch selbst der dreistellige Tod auf der Straße ist ein noch immer viel zu hoher Blutzoll für die Mobilität unserer Zeit. Bis wir uns mit Vorbildstaaten wie Schweden, Norwegen oder Großbritannien messen können, also im Spitzenfeld der europäischen Staaten liegen, muß in Österreich noch viel in Sachen Sicherheit getan werden."

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