Leopold Maderthaner: Mit dem Euro in die Zukunft

Keine Angst vor wichtigen neuen Aufgaben

Wien (Pwk) - Mit dem alten Jahr geht die Ratspräsidentschaft Österreichs in der Europäischen Union zu Ende. Am 31. Dezember 1998 wird der Eurokurs auch für den Schilling festgelegt. "Mit dem neuen Jahr beginnt das Zeitalter des Euro - ein Symbol des notwendigen Wandels in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft und ein Schrittmacher eines integrierten Europas und der Globalisierung" betont Leopold Maderthaner, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, in seinem Ausblick auf das Jahr 1999. ****

"Dieser Euro wird sehr bald alte Währungs- und Wirtschaftsillusionen enthüllen, nämlich Steuer-, Kosten-, Preis- und Leistungsunterschiede, und dieser Euro wird nicht nur die elf Länder in der Eurozone zwingen, sich an den Besten zu messen, Schwachstellen im eigenen Land zu beseitigen und eigene Stärken zu betonen. Unsere Aufgaben sind nur zu bekannt: Bürokratieabbau, die Sicherung einer vernünftigen Sozialpolitik, Abbau der zu hohen Lohnnebenkosten, die Förderung von Unternehmensgründungen, sowie die Förderung von Forschung und Entwicklung, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und - nicht zuletzt - eine faire, leistungsgerechte Steuerreform", so Maderthaner.

Zu den großen Herausforderungen des Jahres 1999 gehören vor allem die Schaffung strukturpolitischer Voraussetzungen für die Sicherung bestehender und für die Schaffung neuer und qualifizierter Arbeitsplätze. Besonderes Augenmerk verdient dabei die Beschäftigung junger Menschen und die Eingliederung von Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt. "Österreichs Wirtschaft ist sich ihrer Verantwortung auch dafür sehr bewußt, es muß aber auch der Staat die Rahmenbedingungen dafür schaffen", betont Maderthaner.

Wie viele andere Industriestaaten befindet sich auch Österreich in der Situation eines Unternehmens, das teilweise schmerzliche Sanierungsmaßnahmen durchführen muß, um seine Zukunft zu sichern. Es gehe dabei um nicht weniger, als die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaft und unseres Sozialstaates zu halten bzw. zu stärken. "Die Voraussetzungen dafür sind gut, wenn wir die Chancen erkennen und die richtigen Schritte setzen. Wenn es allen klar wird, daß das Wohlbefinden der Gesellschaft von der Gesundheit der Betriebe abhängt, dann haben

wir gute Gründe, zuversichtlich ins Jahr 1999 zu blicken", schloß Maderthaner.
(Schluß) EH

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