NÖ hat seine Ausländerquote erschöpft:

1998 1.380 quotenpflichtige Einwanderer

St.Pölten (NLK) - Niederösterreich hat auch heuer wieder seine Ausländerquote erschöpft: 1998 verzeichnete Niederösterreich 1.380 quotenpflichtige Einwanderer, also Arbeitskräfte, Ehegatten, Kinder und Angehörige. Insgesamt sind 1998 rund 4.300 Einwanderungsfälle gezählt worden, wovon rund ein Drittel quotenpflichtig ist.

"Bei den Führungs- und Spezialkräften wäre die Quote 300 gewesen, es gab aber nur 103 Ansuchen", erklärte heute Hofrat Mag. Horst Sekyra, Leiter der Abteilung Polizeiangelegenheiten des Amtes der NÖ Landesregierung. Das sei der einzige Bereich, wo man weit unter der Quote geblieben sei. Bei Erwerbstätigen, deren Ehegatten und Kindern sei die Quote mit 150 Bewilligungen zu 100 Prozent ausgeschöpft. Auch bei den Familienangehörigen, wo die Bezugspersonen bereits in Österreich leben, wurde mit 800 Bewilligungen die Quote erfüllt. 108 Genehmigungen gab es für Fremde ohne Erwerbsabsicht. Außerdem wurden 200 Jugendliche (14 bis 19 Jahre) in Niederösterreich aufgenommen.

Nicht quotenpflichtig sind beispielsweise Familiengemeinschaften mit Österreichern oder in Österreich geborene Kinder von Ausländern. Sekyra: "Bei den Familiengemeinschaften, die Österreicher jetzt hauptsächlich mit unseren östlichen Nachbarn eingehen, verzeichnen wir 730 Einwanderungen." Von der Quote ausgenommen sind unter anderem auch Künstler, Journalisten, Schüler, Studenten oder Betriebsentsandte.

"Die bosnischen Flüchtlinge sind in der Quote nicht miteinbezogen, für die gibt es ein eigenes Gesetz", erläutert Sekyra. Für das nächste Jahr gebe es 1.500 quotenpflichtige Niederlassungsbewilligungen, wovon 150 für Führungs- und Spezialkräfte, 250 für Erwerbstätige mit Familien und 950 für Familienangehörige, deren Bezugspersonen bereits in Österreich leben, vorgesehen sind. Auf der Warteliste für den Familienzuzug stehen derzeit rund 2.400 Anträge. "Die Wartezeit beträgt also um die zweieinhalb Jahre", meint Sekyra. Die meisten Ansuchen gebe es mit 23 Prozent von Türken, gefolgt von den Jugoslawen mit 14 Prozent und den Bosniern, die keine Flüchtlinge sind, mit 10,5 Prozent. Slowaken, Polen, Ungarn und Tschechen machen je vier Prozent aus, den Rest teilen sich andere Staatsangehörige. "94 Prozent der Ansuchen werden positiv erledigt", betont Sekyra. Für Landesrätin Traude Votruba steht die Familienzusammenführung und somit auch die Integration derjenigen im Vordergrund, die sich bereits einige Zeit in Niederösterreich befinden. Sie freut sich daher, daß es ihr gelungen ist, die Quote für Familienzusammenführung 1999 auf 950 zu erhöhen, und hofft, damit einen Teil der derzeit aufliegenden Anträge erledigen zu können.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2172

Niederösterreichische Landesregierung

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK/NLK