WKÖ zieht positive Zwischenbilanz zur Berufsreifeprüfung

Piskaty: "Zweifellos ein großer Erfolg der Wirtschaft für eine Karriere mit Lehre"

Wien (Pwk) - "Die Berufsreifeprüfung, auf Initiative und Drängen der Wirtschaft in Österreich eingeführt und mittlerweile auch Gegenstand eines EU-Leonardo-Projektes EUROBAC unter österreichischer Leitung, ist zweifellos ein großer Erfolg", stellt Georg Piskaty von der Abteilung für Bildungspolitik und Wissenschaft in der Wirtschaftskammer Österreich fest. Die WKÖ hat nun eine Zwischenevaluation im Zusammenhang mit dem europäischen Projekt durchgeführt und die Situation in den einzelnen Bundesländern (Vorarlberg, Steiermark) sowie in Liechtenstein und Südtirol untersucht. ****

In Vorarlberg gibt es Bemühungen, die Berufsreifeprüfung mit den anerkannten 4-jährigen High-Tech-Berufen zu kombinieren und insbesondere die anspruchsvolle Lehrabschlußprüfung mit dem vorgesehenen Fachgebiet in die Berufsreifeprüfung zu integrieren. Der hohe Standard der Lehrabschlußprüfung, das außergewöhnlich hohe Stundenausmaß der berufsschulischen theoretischen Bildung und die ingenieurmäßige Vorbereitung der teilnehmenden Lehrlinge ließen eine solche Maßnahme zu.

Sehr aktiv beteiligen sich im Zusammenhang mit dem europäischen Projekt die Partner in Südtirol und in Liechtenstein. Hier geht es auch um die europäische Anerkennung der Berufsreifeprüfung, für die Österreich ein wichtiger Präzedenzfall ist. Konkret geht es um die Möglichkeit der Ablegung von Teilprüfungen der österreichischen Berufsreifeprüfung in Liechtenstein und Südtirol und umgekehrt. Südtirol könnte über das Projekt EUROBAC und die Anerkennung der österreichischen Berufsreifeprüfung auch für Italien insgesamt eine Pionierrolle übernehmen.

In diesem Zusammenhang fordert die Wirtschaft vom Unterrichtsministerium weiterhin ein hohes Maß an Flexibilität und ein Minimum an Formalisierungen. Sehr positiv hat sich die Möglichkeit herausgestellt, die einzelnen Gegenstände an verschiedenen Schultypen berufsbildender höherer Schulen zu absolvieren. Den Teilnehmern werden damit Schwerpunktbildungen ermöglicht und insgesamt ein Beitrag zur Mobilität im Bildungssektor geleistet.

Die als vierter Gegenstand der österreichischen Berufsreifeprüfung (neben Deutsch, Mathematik und Englisch) vorgesehene Fachbereichsprüfung sollte bei sehr anspruchsvollen Lehrberufen in die Lehrabschlußprüfung integriert werden, andernfalls sollte sie aber frei wählbar sein. Vielfach erweist sich als sinnvoll, daß Absolventen technischer Berufe eine Fachbereichsprüfung im kaufmännischen Sektor absolvieren und damit ihre späteren Berufschancen erhöhen.

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Dr. Georg Piskaty

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