1999 wird es leichter, selbständig zu sein

Die Wirtschaftskammer konnte 1998 einige Entlastungen durchsetzen

Wien (Pwk) - "Nachdem zum 1. Jänner 1998 bereits die Krankenversicherungsbeiträge für die Gewerbetreibenden um 0,25 % und der Beitragssatz zum Entgeltfortzahlungsgesetz am 1. April 1998 um 0,2 % gesenkt werden konnten, erreichte die Wirtschaftskammer bei den Verhandlungen um das nationale Beschäftigungsprogramm auch einen Entfall des Unfallversicherungsbeitrages für Lehrlinge im Zeitraum vom 1. Juli 1998 bis 31. Dezember 1999", stellt Martin Gleitsmann von der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer Österreich fest. ****

Ein besonderes "Zuckerl" konnte die Wirtschaftskammer aber für die künftigen Jungunternehmer und Neugründer durchsetzen: Ab dem 1. Jänner 1999 wird die Mindestbeitragsgrundlage in der gewerblichen Sozialversicherung für die ersten 3 Jahre der betrieblichen Tätigkeit von S 14.009,-- auf S 7.400,-- monatlich herabgesetzt. "Dadurch verringern sich die Sozialversicherungsbeiträge in der wichtigen Aufbauphase um nahezu die Hälfte" betont Gleitsmann.

Besonders interessant ist ab 1999 auch eine Maßnahme für alle Personen, die im sehr kleinen Umfang einer selbständigen Tätigkeit nachgehen: Kleinstunternehmer, deren jährlicher Gewinn die Geringfügigkeitsgrenze von S 46.788,-- nicht übersteigt, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind und in den letzten 5 Jahren nicht mehr als 12 Monate GSVG-pflichtversichert waren, können sich auf Antrag von der Kranken- und Pensionsversicherung befreien lassen und damit nur unfallversichert sein. Auf diese Weise reduziert sich die Beitragsbelastung von weit über S 40.000,-- pro Jahr auf knapp über S 1.000,--.

Seit 1. Oktober 1998 besteht für Selbständige auch die Möglichkeit, bereits früher erworbene Anwartschaften aus der Arbeitslosenversicherung gegen Entrichtung eines monatlichen Sicherungsbeitrages in der Höhe von S 500,-- zu wahren. Dabei sind für die ersten 3 Jahre der Selbständigkeit aber keine Beiträge zu bezahlen.

In sehr schwierigen Verhandlungen konnte die Wirtschaftskammer auch deutliche Erleichterungen im Bereich des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes erreichen: Ab 1999 können für Arbeitsstätten bis zu 50 Arbeitnehmern, sofern der Betrieb insgesamt nicht mehr als 250 Arbeitnehmer beschäftigt, die sicherheitstechnischen und arbeitsmedizinischen Dienste über die AUVA kostenlos in Anspruch genommen werden.

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