Führungswechsel in KfV und DRIVE Franz Bogner übergibt Hauptgeschäftsführung an Othmar Thann - Aus KfV wird "Haus der Sicherheit"

Wien (OTS) - Mit 1.1.1999 übergibt Dkfm. Franz Bogner die Hauptgeschäftsführung im Kuratorium für Verkehrssicherheit an Dr. Othmar Thann und die Geschäftsführung in der DRIVE Sicherheit-Service GmbH an Thomas Braunsteiner. Beide Institutionen zusammen beschäftigen rund 200 Angestellte und mehr als 100 freie Mitarbeiter, das Vereinsbudget des KfV liegt bei rund 200 Millionen Schilling, der Umsatz der DRIVE GmbH bei 100 Millionen Schilling.

Dr. Othmar Thann, 42, Doktor der Rechte, trat 1985 in das Bundesministerium für öffentliche Wirtschaft und Verkehr ein. Thann hat maßgeblich an der Einführung verschiedener Verkehrssicherheitsmaßnahmen wie etwa Probeführerschein, Stufenführerschein oder 0,5-Promille-Regelung mitgewirkt. Zahlreiche Novellen der Straßenverkehrsordnung, des Kraftfahrgesetzes und anderer Verkehrsmaterien wurden ebenfalls unter seiner Federführung ausgearbeitet. Bevor er ins KfV wechselte, hatte er die Funktion eines Sektionsleiter-Stellvertreters und Leiters der Gruppe II/B (Straßenverkehr) im Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr inne.

Thomas Braunsteiner, 33 Jahre alt, gründete 1986 als geschäftsführender Gesellschafter einen florierenden Dienstleistungsbetrieb, bevor er 1991 als Assistent der Geschäftsführung und in der Folge zusätzlich als Leiter des Stabes im Kuratorium für Verkehrssicherheit am Auf- und Ausbau der Back-office-Bereiche Rechtsbüro, internationale Kontakte, Sicherheitsakademie, Controlling, Marketing, Treasury und Personalauswahl sowie der Servicestelle für Versicherungs-unternehmen maßgeblich beteiligt war.

Dkfm. Franz Bogner wurde nach Tätigkeiten als Wirtschaftsredakteur und Prokurist des Bankhauses Schoeller & Co. sowie Geschäftsführer der Schoeller GmbH 1986 zum Hauptgeschäftsführer des Kuratorium für Verkehrssicherheit bestellt. In Bogners Zeit als KfV-Direktor konnten wichtige gesetzliche Regelungen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit, wie etwa der Stufenführerschein für Motorräder (1991), der Mopedausweis (1991), der Führerschein auf Probe samt Nachschulungen für Fahranfänger (1992), die Kindersitzpflicht (1994) oder die Einführung der 0,5-Promille-Grenze (1998) realisiert werden. Mit voraussichtlich unter 1.000 Verkehrstoten wird bereits 1998 das von Bogner für 1999 anvisierte Ziel erreicht.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) wurde 1987 Mitglied des KfV. Durch die Gründung des Instituts "Sicher Leben" (1987), der KfV-Sicherheitsakademie (1992) und der DRIVE Sicherheit-Service GmbH (1992) wurde die Präventionsarbeit des KfV auf den Bereich Haushalt, Freizeit und Sport ausgedehnt und durch zahlreiche Dienstleistungen intensiviert. In Bogners Zeit als KfV-Direktor wurde intensive Bewußtseinsbildung in Sachen Sicherheit betrieben: Initiativen wie "Apfel/Zitrone", "Gu(r)te Fahrt", "Vorrang für Zebras" oder "Aktion Känguruh" trugen in wesentlichem Ausmaß zur Hebung der Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer bei.

Ebenfalls mit 1.1.1999 erfolgt die Restrukturierung des Kuratorium für Verkehrssicherheit in ein umfassendes "Haus der Sicherheit". Dabei wird der Vereinsname in "Kuratorium für Schutz und Sicherheit" umgeändert, in der Öffentlichkeit werden jedoch die Institute des Vereins, das "Kuratorium für Verkehrssicherheit", das Institut "Sicher Leben" und die neue Einrichtung "SCHUTZ HAUS - Institut für technische Sicherheit" präsent sein. Franz Bogner: "Damit wird die bereits vor Jahren angestrebte Schaffung einer Institution für umfassende Sicherheitsarbeit (mit Ausnahme der Arbeitssicherheit) realisiert. Außerdem wird mit der neuen Struktur der Ausweitung auf neue Geschäftsfelder und der wesentlichen Erweiterung des Aktionsradius Rechnung getragen."

Die Hauptkriterien der Strukturänderung:

- klare, eindeutige Trennung zwischen Non-Profit-Vereinsaufgaben und entgeltlichen Tätigkeiten

- Öffnung der Institute für neue Mitglieder, die sich an Sicherheitsarbeit beteiligen wollen

- optimale Nutzung von Synergien durch zentrale Verwaltungs- und Back-office-Funktionen

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit wird 1999 sein 40jähriges Bestehen feiern, das Institut "Sicher Leben" besteht seit 11 Jahren. Der Vorarlberger Fonds "Sichere Gemeinden" hat bereits die Absicht bekundet, demnächst im Institut "Sicher Leben" Mitglied zu werden. Das "SCHUTZ HAUS - Institut für technische Sicherheit" wird sich in Hinkunft mit Fragen der technischen Sicherheit, wie etwa dem Einbruchs- und Diebstahlschutz, in Abstimmung mit bereits bestehenden Einrichtungen auf diesem Gebiet beschäftigen.

Dr. Othmar Thann zur Zukunft der neu geformten Gruppe: "Die großen vor uns liegenden Aufgaben der Prävention in den verschiedenen Lebensbereichen können mit dieser Struktur effizient, kostensparend und professionell bearbeitet werden. Die neue Struktur stellt die Basis für eine erfolgreiche Zukunft der Einrichtungen im Bereich Schutz und Sicherheit dar. Mit dieser Institution auf privatwirtschaftlicher Basis besitzt Österreich ein weltweit einzigartiges Modell."

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