AK Wien: Hilfe für arbeitssuchende Mütter

"1000 Tips" für Frauen, die nach der Karenz auf Jobsuche sind

Wien (OTS) - Immer mehr Wienerinnen finden nach der Karenz
keine Arbeit. Um fast ein Fünftel mehr Frauen als im Vorjahr konnten vom Arbeitsmarktservice nach der "Babypause" nicht vermittelt werden. Die Zahl der Betroffenen stieg in Wien von 4650 im Jahr 1997 auf heuer 5488. Vor allem Alleinerzieherinnen haben große Probleme. Der Hauptgrund: Viele Frauen können Stellenangebote nicht annehmen, weil die sich nicht mit der Kinderbetreuung vereinbaren lassen. Eine Folge davon ist, daß
viele Frauen im Alter zwischen 25 und 40 um Notstandshilfe
ansuchen müssen. Die AK fordert daher einen raschen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze. Vor allem muß es mehr Krippenplätze für Kleinkinder geben. Außerdem will die AK, daß das Karenzgeld erhöht und für Alleinerzieherinnen bis zum zweiten Geburtstag des Kindes ausbezahlt wird. Ab März startet die AK Wien wieder die Info-Reihe "1000 Fragen - 1000 Tips" für Frauen, die nach einer "Babypause" wieder ins Berufsleben einsteigen wollen. Die Teilname ist kostenlos.****

Immer mehr Frauen sind gezwungen, schlecht abgesicherten und mäßig bezahlten Teilzeitbeschäftigungen nachzugehen. Aber besonders hart ist die Situation für alleinerziehende Mütter. Alleinerzieherin zu sein ist nach wie vor mit einem erhöhten Armutsrisiko verbunden, kritisiert die AK Wien. Frauen, die kleine Kinder betreuen müssen, fallen immer öfter in die Kategorie der Langzeitarbeitslosen. Sie können Stellenangebote nicht annehmen, weil die sich oft nicht mit der Kinderbetreuung vereinbaren lassen. Die Zahl der Betroffenen
ist im Vergleich zum Vorjahr in Wien um 18 Prozent gestiegen. Vor allem die Regelung, daß Karenzgeld nur mehr bis zum 18.
Lebensmonat des Kindes ausbezahlt wird, trifft Alleinerzieherinnen hart. Die AK fordert deswegen, daß der Karenzgeldbezug für jene Frauen, die die Karenz nicht mit einem Partner teilen können, wieder auf zwei Jahre ausgedehnt wird. Außerdem muß das Karenzgeld erhöht werden. Weiters müssen dringend mehr Betreuungsplätze vor allem für Kleinkinder ab dem 18. Lebensmonat geschaffen werden.

Die AK Wien hilft kostenlos

Die AK Wien bietet arbeitssuchenden Müttern konkrete Hilfe an. Gemeinsam mit dem ÖGB und dem bfi veranstaltet die Wiener Arbeiterkammer auch heuer wieder ab März die Informationsreihe "1000 Fragen - 1000 Tips". Frauen, die nach einer Berufsunterbrechung wegen der Geburt eines Kindes wieder arbeiten wollen, bekommen hier wertvolle Informationen über das Angebot am Arbeitsmarkt, über Berufsorientierung, über den richtigen Umgang mit Ämtern und Behörden, über arbeitsrechtliche Fragen und über das Kinderbetreuungsangebot in Wien. Interessierte Frauen wenden sich bitte an das Berufsförderungsinstitut (bfi) von AK und ÖGB, Tel. 404 35 DW 121 oder 122. "1000 Fragen - 1000 Tips" gibt es
seit 1994 und wird seit Beginn von der AK finanziert. Die neue Kursreihe startet im März, und zwar im Non-Stop-System. Ein laufender Einstieg ist also jederzeit möglich. Die Teilnahme ist kostenlos. 1998 haben rund 300 Frauen an "1000 Fragen - 1000 Tips" teilgenommen.

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