LR Bauer: Traisenhochwasserschutzprojekt in St. Pölten setzt neue Maßstäbe

Schutz und Ökologie sinnvoll verknüpfen

St. Pölten, (SPI) - "Das kürzlich in St. Pölten präsentierte Hochwasserschutzprojekt St. Pölten/Landhausviertel setzt neue Maßstäbe. In allen künftigen Hochwasserschutzprojekten sollen künftig die Schutzfunktion mit der Ökologie sinnvoll verknüpft werden. Das Zeitalter des "bloßen Dammbaus durch die Landschaft" ist damit endgültig vorbei. Sünden der Vergangenheit, wie beispielsweise die Durchpflügung von Au-Retentionsflächen zu Lasten der Umwelt, dürfen nicht wiederholt werden", stellt Landesrat Dr. Hannes Bauer, verantwortlicher Referent der NÖ Landesregierung für den Hochwasserschutz, heute fest.****

"Wir müssen in Zukunft Synergieeffekte zwischen Natur- und Umweltschutz und modernster Hochwasserschutz-Bautechniken nutzen. Diese neue Ausrichtung im Schutzbau ist im Einklang mit den Bemühungen des Landes zu sehen, zahlreiche Flußlandschaften Niederösterreichs wieder zu revitalisieren und naturnah zu gestalten", so Bauer weiter. Die verantwortliche Abteilung der Landesregierung ist jedenfalls angewiesen, bei jedem neuen Hochwasserschutzprojekt ein Optimierungskonzept für dessen naturnahe Gestaltung auszuarbeiten und die Erfordernisse der gewachsenen Landschaft, die vorhandene Fauna und Flora und die Interessen der Nutzer maßgeblich zu berücksichtigen", so Bauer weiter. Auwaldinseln, Tümpel und Teiche, Aufstiegsbegleithilfen für die natürliche Wanderung der Fische und die Erhaltung typischer Wiesen und Weidelandschaften sind darin ebenso enthalten wie die Einbindung der natürlich - auch durch Hochwasser - gewachsenen Flußläufe. "Wenn sich ein Fluß einen neuen Weg bahnt, heißt Hochwasserschutz nicht mehr automatisch, das Wasser in sein altes Flußbett zurückzudrängen", so Naturschutz-Landesrat Bauer.

Des weiteren stellt die künstlerische Darstellung von Naturkatastrophen - wie beim Hochwasserschutzprojekt an der Traisen erstmals praktiziert - eine wertvolle Bereicherung des Informationsauftrages der Bevölkerung dar. Vor genau 100 Jahren, im Jahr 1897, hat ein schreckliches Hochwasser die Altstadt von St. Pölten in Mitleidenschaft gezogen. Die Darstellung der Hochwasserpegel und die künstlerische Aufbereitung dieses Ereignisses sollte nicht nur die Sensibilität der Bevölkerung für den Hochwasserschutz verstärken, es darf auch als eine Erweiterung des "Miterlebens" einer entfesselten Natur und ihrer Gefahren verstanden werden. "Wir müssen uns immer vor Augen führen, daß wir uns vor negativen Auswirkungen der "Elemente" zwar schützen können, in letzter Konsequenz zeigt uns die Natur aber immer wieder ihre Unbezwingbarkeit. Nur das "mit ihr Leben ist zielführend, ein Spiel "gegen die Natur" kann nicht gewonnen werden", so Bauer abschließend. (Schluß) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN