Textilindustrie für Mindeststandards im Sozial- und Umweltbereich

Schinzel: "Öffentlichkeit muß wissen, aus welchen Quellen internationale Handelskonzerne ihre Waren beziehen"

Wien (Pwk) - Die österreichische Textilindustrie unterstützt die neue europäische Initiative zur weltweiten Durchsetzung von fairen Arbeitsbedingungen. ****

In vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas müssen Menschen Textilien unter schlechtesten Bedingungen herstellen. "Es gibt Kinder- oder Zwangsarbeit, keinen sozialen oder arbeitsrechtlichen Schutz, Zwang zu unbezahlten Überstunden, unzureichende Sicherheit am Arbeitsplatz, keinerlei Rücksichtnahme auf den Schutz der Umwelt etc." stellt Friedrich Peter Schinzel, Geschäftsführer des Fachverbandes der österreichischen Textilindustrie fest. Viele dieser Länder haben zwar seit langem Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO unterzeichnet, die weltweite Mindeststandards für die Arbeitnehmer sicherstellen sollen wie z.B.

Einhaltung eines Mindestalters für die Beschäftigung
Verbot der Zwangsarbeit
Schutz vor Ausbeutung der Arbeitnehmer bei der Arbeitszeit Recht zur Gründung von Gewerkschaften
und andere

Fast überall in diesen Ländern stehen diese Verpflichtungen aber nur auf dem Papier. Die Regierungen kontrollieren die Einhaltung in keiner Weise. Die ILO hat auch keinerlei Sanktionsmöglichkeit.

"Wir glauben, daß es vor allem notwendig ist, die Öffentlichkeit über die Arbeitsbedingungen in diesen Ländern zu informieren. Sie soll wissen, aus welchen Quellen internationale Handelskonzerne ihre Waren beziehen" betont Schinzel, Geschäftsführer des Fachverbandes der Textilindustrie.

Um die Zustände zu ändern, muß Druck auf die Großeinkäufer in Europa und Amerika gemacht werden, die weltweit nach dem gerade billigsten Produktionsort suchen. Diese Konzerne sollen ihre Subunternehmen verpflichten, diese Mindeststandards einzuhalten, und dies auch kontrollieren. Ihre Reisetechniker sollen nicht nur die Einhaltung der Qualitätskriterien an Ort und Stelle überprüfen, sondern auch, ob die Produktionsbedingungen die Mindeststandards im Sozial- und Umweltbereich einhalten.

Daneben müssen die Regelungen der ILO international durchsetzbar gemacht werden. Die Textilindustrie verlangt, daß die Welthandelsorganisation WTO diese Forderungen in ihre Arbeit aufnimmt und der internationale Freihandel unter diese Bedingungen gestellt wird.

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