Ignaz Pleyel war ein Niederösterreicher

Grab in Paris mit Herkunftsvermerk versehen

St.Pölten (NLK) - Einer Kulturzeitschrift des Landes Niederösterreich ist es zu verdanken, daß der Komponist Ignaz Pleyel für Niederösterreich wieder entdeckt wurde, und dem Leiter der Kulturabteilung des Landes ist es zuzuschreiben, daß man jetzt auch in Frankreich weiß, daß Pleyel zwar in Paris begraben ist, aber in dem niederösterreichischen Ort Ruppersthal geboren wurde.

Mit einem Artikel in der Oktober-Ausgabe der NÖ Kulturberichte im Jahr 1995 begann es: Dr. Karl Michael Kisler, ein mittlerweile verstorbener Schriftsteller und Heimatforscher, berichtete über das Grab des Komponisten, Musikverlegers und Klavierfabrikanten Iganz Pleyel, das er in dem Pariser Friedhof Père Lachaise besucht hatte. Er stellte dabei fest, daß sich auf diesem Grab keinerlei Hinweis auf den Geburtsort Pleyels, den niederösterreichischen Ort Ruppersthal, fand. Diesen Hinweis nahm der Leiter der Kulturabteilung des Landes, Hofrat Dr. Georg Schmitz, zum Anlaß, bei einer Tagung des Europarates ebenfalls den Friedhof aufzusuchen, um die Situation zu überprüfen. Er fand die Angaben Kislers bestätigt und intervenierte beim Leiter des Österreichischen Kulturinstitutes in Paris, bei der Pariser Stadtverwaltung die Anbringung einer Tafel mit dem Herkunftshinweis zu erreichen. Das geschah nach oftmaligem Insistieren schließlich, und am 2. Oktober 1998 wurde am Sockel der Grabstele die Tafel mit dem Text ""né à Ruppersthal (Autriche) 1757" (geboren in Ruppersthal, Österreich, 1757) angebracht.

Zwischenzeitlich erlebte Pleyel in Österreich eine Renaissance:
Von den Kulturberichten wieder in Diskussion gebracht, besann sich die Gemeinde ihres großen Sohnes und schuf im Zusammenwirken mit dem Land und dem ORF-Landesstudio ein Museum für Pleyel.

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