Knallkörper zu Silvester - Ein Schrecken für alle Fiakerpferde!

Wien (OTS) - Aufruf des TIERHILFSWERKES AUSTRIA (THWA) an alle Kutscher, am 31. Dezember 1998 zumindest ab 16 Uhr die Fahrten zum Schutz der Pferde und der feiernden Bevölkerung einzustellen.

Das lukrative Geschäft mit den Fiakern ist auch im Winter, bei klirrender Kälte allgegenwärtig. Alljährlich tummeln sich besonders zu Silvester, am 31. Dezember unzählige Menschen rund um den Wiener Stephansplatz. Die leidtragenden dieses Spektakels zum Jahresausklang sind wiederum die Fiakerpferde.

DI Renate Mayer, Referat Landwirtschaft: "Jeder Silvesterknaller und besonders Glasscherben können die Pferde in Angst und Schrecken versetzen. Schwere Unfälle sind durch Lärm und die Ansammlung von Menschen vorprogrammiert."

Eine mehrmalige Kontaktaufnahme des Tierhilfswerkes Austria mit dem Rathaus der Stadt Wien blieb unbeantwortet. Daher bittet das THWA alle Kutscher und insbesondere die Fuhrwerksunternehmer, im Sinne des Tierschutzes zu handeln und die Fahrten mit den Kutschen zumindest ab 16 Uhr einzustellen.

Obwohl die Fiakerführerscheinprüfung schon längst für alle Kutscher zur Berufsbefähigung dazugehört und gesetzlich beschlossen wurde, gibt es noch immer schwere Unfälle, die nicht nur, wie oft behauptet, durch "rücksichtslose Autofahrer" zustande kommen. Die Folge sind verletzte Tiere, die sich eingeklemmt in ihren Geschirren nicht wehren können und die auch bei klirrender Kälte Parade stehen müssen.

Renate Mayer: "Als Arbeitstiere dürfen Fiakerpferde offensichtlich mehr geschunden werden als Haustiere. Wirtschaftliche Interessen werden immer vor den Tierschutz gestellt, denn an Stelle einer Bedarfsprüfung, werden immer neue Konzessionen für das Fiakergewerbe in Wien ausgestellt."

Von einer Auslastung der einst so stolzen Rösser kann schon lange nicht mehr gesprochen werden, vielmehr schleifen sie mit ihren Hufen auf den kalten, rutschigen Pflastersteinen auf und ab und warten mit traurigen Blicken oft bis 10 Uhr am Abend auf Kundschaft.

Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Gesetzliche Regelungen zum Schutz der Tiere tragen keinen Nutzen, wenn diese in der Praxis nicht wirksam werden."

Das Tierhilfswerk Austria fordert die Gemeinde Wien auf, endlich konkrete Maßnahmen zu setzen, um für den Schutz und das Wohlbefinden der Fiakerpferde Sorge zu tragen.

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