Rupp: Personenverkehr auf der Mariazellerbahn gefährdet?

Landesverkehrsreferent Pröll schweigt zu unhaltbaren Zuständen

St. Pölten, (SPI) - "In den vergangenen Wochen wurden 17
schadhafte Personenwaggons der Mariazellerbahn wegen technischer Mängel aus dem Fuhrpark genommen. Diese Wagen, die ohnehin bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben, fehlen dringendst zur Aufrechterhaltung des Personenverkehrs. Eine Reparatur der Waggons wird vom ÖBB-Management abgelehnt. Als erste Notlösung wurden Schmalspurwaggons von anderen Strecken Niederösterreichs
abgezogen, die allerdings dort genauso fehlen und dringendst benötigt werden", stellt der St. Pöltner Landtagsabgeordneter Anton Rupp heute fest.****

Zu all diesen Vorgängen hüllt sich Niederösterreichs Landesverkehrsreferent, LH Erwin Pröll, in Schweigen. Wohl nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, daß der für den Personenverkehr zuständige Vorstandsdirektor der ÖBB von LH Erwin Pröll für diese Position protegiert wurde. Schön langsam muß man sich fragen, warum das Land Niederösterreich pro Jahr viele Millionen Schilling aus den Bundesmitteln der Mineralölsteuer an die ÖBB zur Aufrechterhaltung des Personenverkehrs auf der Mariazellerbahn bezahlt. "Wenn diese Entwicklung anhält, droht dem Personenverkehr ein ähnliches Schicksal wie dem Güterverkehr - nämlich die Einstellung", befürchtet Rupp.

Die Bedenken der Anrainergemeinden der Mariazellerbahn werden von Landesverkehrsreferent Pröll offensichtlich negiert. Pröll hat bei der Abfassung des Nebenbahnvertrages offenbar "gepatzt" - denn
wenn einem das uralte Wagenmaterial unter den Händen verrostet und keine modernen Waggons angeschafft werden, haben die Menschen bald nichts mehr zu fahren. Ist das insgeheim das Ziel von Pröll und
dem Personenverkehrsdirektor der ÖBB? Soll die Mariazellerbahn langsam sterben und zu einer reinen Nostalgiestrecke verkommen?
"Die Anzeichen dafür mehren sich", so Abg. Anton Rupp, der Landesverkehrsreferent Pröll gleichzeitig auffordert, endlich
seine Verantwortung wahrzunehmen und bei den ÖBB die Reparatur der alten Waggons und parallel dazu eine Modernisierung des rollenden Materials einzufordern.
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